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Die wichtigsten Begriffe in unserem Drucklexikon / Glossar

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  • Acrobat

    Programm von Adobe, mit dem Dokumentenseiten erzeugt werden, die mit Hilfe eines Readers (kostenloses Programm) auf jeder gängigen Rechnerplattform angesehen und auf PostScript-Druckern gedruckt werden können. Wesentlicher Vorteil: Es bleiben alle Schriften, Farben und Formen des Dokumentes absolut identisch erhalten, auch wenn die Schriften oder das Programm, mit der die Seite oder das Dokument erzeugt wurde, nicht auf dem Rechner des Betrachters vorhanden ist; weltweiter Standard im Dokumentenmanagement.

  • Additive Farben

    Entstehen durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Mit den so genannten Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich in der Theorie alle sichtbaren Farben bilden, wobei alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projiziert Weiß ergeben. Das farbige Sehen des Menschen arbeitet mit rot-, grün- und blauempfindlichen Sinneszellen. Treffen beispielsweise rote und grüne Lichtstrahlen auf die entsprechenden Empfangszellen des Auges, so ergibt dies die Mischfarbe Gelb. Werden alle drei Farbempfänger erregt, dann sieht das Auge weiß. Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet diese Grundfarben. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen als Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, die ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK bilden.

  • Additive Farbmischung

    Erzeugung von Farben durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Bildschirme verwenden dazu verschiedenfarbige Lichtpunkte, die durch das begrenzte Auflösungsvermögen des menschlichen Auges zu einem Farbeindruck zusammenfließen, welcher der Summe der Einzelfarben entspricht.

  • Adobe

    Adobe Systems Incorporated mit Sitz in San José/Kalifornien ist ein führender Software-Hersteller im Bereich Grafik und Bildbearbeitung. Zu den Produkten des 1982 gegründeten Unternehmens zählen das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, das Zeichenprogramm Illustrator sowie die Desktop-Publishing-Programme Indesign und Pagemaker. Von Adobe stammen auch die Seitenbeschreibungssprache Postscript sowie das geräteunabhängige Datenformat PDF (Portable Document Format).

  • Adobe DPS (Digital Publishing Suite)

    Kurzform für Digital Publishing Suite (ab Sommer 2015 Digital Publishing Solution) – eine von Adobe kostenlos bereitgestellte Plattform für die Erstellung von Digitalen Publikationen. Seit Version CS 6 werden die Komponenten bei der Installation von InDesign mitinstalliert. Die Installation der DPS fügt InDesign die Zusatzpaletten Folio Builder und Folio Overlays hinzu. Zudem wird auf dem System der Adobe Content Viewer installiert. Über die bereitgestellten Werkzeuge lassen sich sogenannte Folios erstellen, die später als App kostenpflichtig veröffentlicht werden können.

  • Affichenpapier

    Papiersorten für großformatige Plakate, meist holzhaltig und stark geleimt.

  • Akzidenz

    Lateinisch accidens – das Zufällige, das Veränderliche. Bezeichnung für Drucksachen kleineren Umfangs für Privatpersonen, Betriebe, Verwaltungen etc. Zeitungen, Zeitschriften und Werke sind keine Akzidenzen. Die Bezeichnung Akzidenz erklärt sich dadurch, dass Drucker im 15. Jahrhundert in der Regel hauptsächlich mit der Herstellung von Büchern beschäftigt waren und Akzidenzarbeiten nur gelegentlich anfielen. Die vermutlich älteste Akzidenzdrucksache und das älteste gedruckte Formular sind die Ablassbriefe der Römischen Kirche im 15. Jahrhundert.

  • Altarfalz

    Auch Gatefold oder Fensterfalz genannt. Bei dieser Falzart wird ein Blatt so gefaltet, dass zwei Flügel entstehen, die von einer weiteren Seite zu öffnen sind. Man unterscheidet zwischen Zwei- und Dreibruchfalz.

  • Altpapier

    Für Recyclingzwecke zur Papierfabrik zurückgeführte Papierabfälle aus Produktion, Handel, Haushalten, etc.

  • Amplitudenorientierter Raster

    Rasterverfahren, bei dem die Rasterpunkte gleiche Abstände besitzen und die Halbtöne durch unterschiedliche Größen der Rasterpunkte erzeugt werden – wird auch „autotypischer Raster“ genannt. Mehrere Farbformen im Zusammendruck müssen bei diesem Rasterverfahren in genau einzuhaltenden Rasterwinkeln zueinander verdreht werden, um die Entstehung von Moiré zu verhindern.

  • Andruck

    Auch Maschinen-Proof genannt dient er dazu, das zu erwartende Druckergebnis gleichsam in einem Probelauf unmittelbar an der Druckmaschine zu kontrollieren.

  • Andruckskala

    Bei einem Andruck als Qualitätsprüfung dient eine Andruckskala zur Beurteilung der Farben auf dem Bedruckstoff. Dazu werden auf einer kleinen Fläche beim Vierfarbdruck die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz allein und in verschiedenen Kombinationen zusammen gedruckt.

  • Anlegemarken

    Im Bogendruck nennt man Anlegemarken am vorderen und einem seitlichen Rand gedruckte Markierungen, die zur optischen Kontrolle dienen, wenn der Bogen zum Falzen oder Schneiden angelegt wird. An den Markierungen lässt sich erkennen, an welchen Seiten der gedruckte Bogen anzulegen ist, damit er standrichtig gefalzt und beschnitten werden kann.

  • Anlegen

    Schneidgutpositionierung in der Maschine.

  • Antiqua-Schrift

    Schriftarten, deren Buchstaben an den Strichenden kleine Endstriche (Serifen) tragen. Die Grundform der Antiqua-Schriften geht direkt auf die antike römische Capitalis-Schrift zurück: Die Großbuchstaben sind der römischen Schrift entlehnt, die Kleinbuchstaben (Gemeine) stammen von der karolingischen Minuskel. Neben den Serifen ist wechselnde Strichstärke ein häufiges Merkmal der Antiqua-Schriften. Ihr Vorteil: Sie lassen sich in Lauftexten besonders gut lesen. Berühmte Beispiele sind die Times (als klassisches Vorbild), die Bodoni und die Garamond.

  • Anwenderprogramm

    Ein vom unmittelbaren Computernutzer oder -käufer für seine Zwecke verwendetes Programm mit spezifischer Funktion; Gegensatz zu Betriebsprogramm, das interne Angelegenheiten des Computers regelt; Anwenderprogramm ist jedes Programm.

  • AP-Papier

    Papier aus 100 Prozent Altpapier nennt man AP-Papier.

  • App

    Geschlossene Applikation, die im Falle von Digital Publishing auf Endgeräte mit iOS, Android oder Windows installiert wird. Apps werden individuell programmiert oder mit Hilfe von Zusatztools erstellt und über Dienstleistungen der Anbieter als eigenständige Datei verpackt. Für Apple iOS ist dies eine Datei mit der Endung .ipa die erzeugt wird, um sie anschließend an den Apple App Store zur Veröffentlichung zu übermitteln.

  • Auflösung

    In der Optik ist die Auflösung ein Maß für die Fähigkeit von Ein- und Ausgabegeräten oder auch fotografischen Filmen, zwei benachbarte Punkte noch getrennt voneinander darzustellen. Die Auflösung hängt von den physikalischen Eigenschaften des darstellenden, beziehungsweise aufnehmenden Geräts oder Materials ab und findet zumeist ihre Grenze in der Wellenlänge des verwendeten Lichts. Man gibt die Auflösung in der Regel mit Punkten pro Zoll (dots per inch – dpi) oder in Linien pro Millimeter an.

  • Ausgabefrequenz (auch Ausgabeauflösung)

    Entspricht im Bereich der Drucktechnik der Auflösung der Bilddaten. Sie gibt an, wie viele Bildpunkte pro Längeneinheit (zum Beispiel Zentimeter) digitalisiert wurden. Für den mehrfarbigen Offsetdruck mit einer Rasterfrequenz von 60 Punkten pro Zentimeter (entspricht 150 Punkte pro Inch) sollte die Ausgabefrequenz bei 300 Punkte pro Inch liegen. Dabei liegen für die Erzeugung des Rasterpunktes jeweils vier Bildpunkte (zwei in jeder Richtung) vor. Bei Schwarz-Weiß-Abbildungen kommt es durch die Notwendigkeit einer Detaildarstellung zu Ausgabefrequenzen bis zu 2.400 Punkten pro Inch. Abhängig von notwendigen Maßstabsänderungen der Vorlage zur Reproduktion sind die notwendigen Auflösungen im Scanner auch deutlich höher oder niedriger.

  • Ausschießform

    Beinhaltet die fertig platzierten Seiten (Anordnung) der Druckform. Je nach Seitenumfang variieren die Seitenzahlen (Paginierung) auf den einzelnen Ausschiessformen.

  • Aussparen

    Ausgrenzen von Objektteilen, die unter anderen Objekten verborgen sind (Gegenteil von Überfüllung). Aussparen verhindert, dass sich eine Farbfläche ungewollt mit einer anderen überschneidet. Wird zum Beispiel eine gelbe Überschrift auf eine magentafarbene Fläche gedruckt, so mischen sich diese beiden Farben und es entsteht Orange. Man spricht dann von Überdrucken. Die einzige Farbe, die auf „Überdrucken“ gestellt werden darf, ist schwarz. Wenn man aber will, dass die Schrift gelb und der Hintergrund magenta bleiben, muss man die gelbe Überschrift im Magenta aussparen. Durch das Aussparen können aber unschöne „Blitzer“ entstehen. Dies wird mit dem Trapping (Überfüllung) korrigiert.

  • Autotypie

    Ein durch Rasterung für den Druck aufbereitetes Halbtonbild. Es handelt sich dabei eigentlich um eine reine Schwarz-Weiß- beziehungsweise Volltonvorlage, bei der die Rasterung Halbtöne vortäuscht. Als Erfinder der Autotypie gilt der Nürnberger Georg Meisenbach (1841-1912), der 1882 ein von ihm produziertes Raster zum Patent anmeldete (DRP 22244).

  • Autotypische Farbmischung

    Bezeichnet die Art und Weise, wie beim Drucken gerasterter farbiger Bilder der Farbeindruck entsteht. Die einzelnen Rasterpunkte – beim Vierfarbdruck in den CMYK-Grundfarben – werden teils nebeneinander, teils übereinander gedruckt. Daher findet sowohl additive als auch subtraktive Farbmischung statt. Auch unbedruckte, in der Regel weiße Bildstellen tragen zum Farbeindruck bei.

  • Ästhetikprogramm

    Als Funktion eines Layout-Programms soll ein Ästhetikprogramm dafür sorgen, dass der laufende Text nach gängigen typographischen Regeln optisch ansprechend gestaltet wird. Dazu gehören unter anderem die individuelle Einstellung des Abstands zwischen bestimmten Buchstabenpaaren (englisch: Kerning) und Korrekturen an der Position von Zeilenanfängen (zum Beispiel muss eine Zeile, die mit einem „A“ beginnt, geringfügig nach außen gerückt werden).

  • Backup

    Sicherungskopie zur Datensicherung, Funktionssicherung (Duplizierung).

  • Bandbreite

    Bei der Datenübertragung mit dem Computer wird unter Bandbreite die Menge an Daten verstanden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes einen Übertragungskanal passieren kann. Die Bandbreite wird meist in „Bit pro Sekunde“ ausgedrückt und auch als maximale Datenübertragungsrate verstanden.

  • Banner

    Rechteckige, mit Text und Grafik gestaltete Teilflächen von Webseiten, die der Werbung dienen. Kennzeichnend für Banner ist, dass sie zur Interaktion einladen. Durch Anklicken mit der Maus des Computers gelangt man meist zu einem ausführlicheren Angebot, in der Regel auf der Website des Werbetreibenden. Seit Mitte der Neunziger Jahre werden Banner in größerem Unfang eingesetzt. In neuerer Zeit sind sie oft animiert, um die Aufmerksamkeit des Betrachters zu wecken.

  • Bedruckbarkeit

    Die Bedruckbarkeit (englisch: printability) von Papier fasst alle Eigenschaften zusammen, die das Druckergebnis beeinflussen: Glanz, Glätte, Weißgrad, Opazität etc.

  • Beschneiden

    Dadurch erhält ein Buchblock, eine Broschüre oder eine Zeitschrift glatte Buchschnitte. Das Beschneiden eines Produktes erfolgt an den drei Seiten, an denen es nicht geheftet wird. Bei der Klebebindung wird an allen vier Seiten geschnitten. Außerdem werden die einzelnen Seiten von Druckbogen durch das Beschneiden voneinander getrennt, so dass sich das Buch beziehungsweise die Broschüre oder Zeitschrift aufschlagen lässt.

  • Beschneidungspfad

    In der Bilddatei gesicherte Freistellmaske; ermöglicht im Layoutprogramm die Platzierung freigestellter Bilder vor einem Hintergrund.

  • Beschnitt

    Papierrand eines Druckerzeugnisses, der über die für das Endprodukt vorgesehenen Maße hinausgeht. Dieser Rand ermöglicht es, im letzten Arbeitsgang durch Beschneiden alle Seiten eines Buches oder einer Zeitschrift auf gleiche Größe zu bringen.

  • Bildbearbeitungsprogramm

    Software, um digital codierte Bilder inhaltlich zu überarbeiten. Man unterscheidet zwischen äußerer Bearbeitung (Format, Positionierung und so weiter) und innerer Bearbeitung beziehungsweise Retusche (Zeichen-/Detailveränderung und vor allem Farbgebung, Graustufen und so weiter).

  • Bilderdruckpapier

    Besteht aus Zellstoff, gegebenenfalls mit geringem Holzanteil und ist gestrichen, oft auch satiniert. Es bietet ähnliche Opazität wie holzhaltige Sorten sowie hohe Alterungsbeständigkeit und vergilbt nicht.

  • Bildschirmauflösung

    Anzahl der Bildpunkte (Zeilenzahl x Punkte je Zeile); hoch auflösende Bildschirme: zurzeit 1024 x 768 Bildpunkte und mehr.

  • Bit-Rate

    Anzahl übertragener Bits je Zeiteinheit (meist Sekunde) an einer Schnittstelle oder in einem/einer Bus/Leitung; Maß für Übertragungs- und Durchsatzgeschwindigkeiten.

  • Bit-Tiefe

    Anzahl von Bits, mit denen ein grafisches Ein- oder Ausgabegerät den Farbwert eines Bildelements darstellt. Grafikkarten von Computern arbeiten zum Beispiel mit Bit-Tiefen von bis zu 24 Bit. Sie haben damit für jede der drei Farbkomponenten Rot, Grün und Blau in der RGB-Kodierung acht Bit zur Verfügung und können damit 224 oder rund 16,7 Millionen Farbtöne darstellen. Moderne Scanner bieten häufig Bit-Tiefen von 30 und mehr Bit.

  • Bitmap

    Einfachstes Grafikformat, bei dem die Bildpunkte innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystems mit einem x, y-Wert (Lage des Bildpunktes) und einem Farbwert beschrieben werden.

  • Blaupause (auch Blueprint oder Ozalid-Kopie)

    Monochrome Lichtpausen fertiger Druckvorlagen. Heute werden entsprechende einfache Schwarzweiß-Ausdrucke ebenfalls als Blaupausen bezeichnet. Sie dienen als Kontrollmittel (Proof) für Vollständigkeit, Position und Inhalt der einzelnen grafischen Elemente (Texte, Bilder etc.).

  • Blindmuster

    Muster eines Druckerzeugnisses, das die herstellungstechnischen Merkmale eines Produktes wie Format, Umfang, Papierqualität, Verarbeitung und Bindung demonstrieren soll. Dabei fehlt der eigentliche Druckvorgang, das heißt die Seiten sind unbedruckt.

  • Blindprägung

    Papierverarbeitung innerhalb des Druckprozesses, bei der eine Gravur und eine passend gegenüberliegende Matrize unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Prägungen mit erhabenem Motiv heißen Hochprägungen, solche mit vertieftem Motiv Tiefprägungen. Daneben gibt es mehrstufige Prägungen, bei dem das Motiv verschiedene Ebenen enthält, und Reliefprägungen, die mit dreidimensionalen Verläufen einen räumlichen Effekt erzeugen. Durch Auftragen und Einschmelzen spezieller Pulvermaterialien lässt sich eine Hochprägung auch simulieren.

  • Blindtext

    Text ohne oder mit unsinnigem Inhalt, der in gestalteten Seiten den beabsichtigten typografischen Eindruck vermitteln soll oder als Platzhalter dient. Blindtext sollte unmittelbar als ungültig erkennbar sein, andernfalls kann es – wie es zuweilen tatsächlich geschieht – dazu kommen, dass er fälschlicherweise als gültiger Text stehen gelassen und gedruckt wird.

  • Blitzer

    Unbedruckte, weiße Stellen zwischen anstoßenden Farbflächen bei Druckerzeugnissen. Das Papier ist hier sichtbar. Solche Stellen treten durch ungenaue Einrichtung der Druckmaschine oder durch Formveränderung des Papiers während des Drucks auf. Um die Gefahr von Blitzern zu verringern, kann man Flächen überdrucken oder geringfügig überlappen (überfüllen). Auch Schneidefehler an angeschnittenen Bildern oder Flächen können zu Blitzern führen.

  • Bogenanlage

    Bereich einer Bogenoffsetmaschine oder auch der Druckweiterverarbeitung, an dem der Bogen in Vorder- und Seitenmarken ausgerichtet wird. Die Anlage hat die Funktion, die schuppenförmig oder als Einzelbogen ankommenden Bogen vorauszurichten und exakt zu positionieren, bevor sie von Greifersystemen übergeben werden.

  • Bogenoffsetmaschine

    Den Offsetdruck als heute meistverwendetes Flachdruckverfahren setzt man in den zwei Varianten Bogenoffset und Rollenoffset ein. Dabei bedrucken Bogenoffsetmaschinen einzelne, geschnittene Bogen. Nach dem in der Größe maximal verwendbaren Bogenformat teilt man diese Maschinen in folgende Formatklassen ein: (Formatklasse x Format) 500 x 700 Millimeter, 560 x 830 Millimeter, 610 x 860 Millimeter, 650 x 965 Millimeter, 720 x 1.020 Millimeter, 780 x 1.120 Millimeter, 890 x 1.260 Millimeter, 1.000 x 1.400 Millimeter, 1.100 x 1.600 Millimeter, 1.400 x 2.000 Millimeter.

  • Bogensignaturen

    Wie auch Flattermarken für die Verarbeitung von Buchblöcken unentbehrlich, um die richtige Reihenfolge der Bogen, Bogenteile und Heftlagen herzustellen.

  • Books on Demand (Bücher auf Anfrage)

    Entstehen nicht in einem Produktionslauf mit festgelegter Auflage, sondern werden einzeln aufgrund von Bestellungen produziert und ausgeliefert. Dieses durch Digitaldruck ermöglichte Vorgehen kann zum einen bei kleineren Auflagen Kosten sparen, da der Aufwand für Lagerung und nicht verkaufte Exemplare entfällt. Zum anderen ist es möglich, aus vorgegebenen Teilen individuelle Bücher zusammenzustellen.

  • Breitbahn

    Bezeichnung der Faserlaufrichtung im Papier. Die lange Seite des Papiers liegt parallel zur Faserlaufrichtung.

  • Bristolkarton

    Karton aus drei oder mehreren Lagen, bei dem die äußeren Lagen holzfrei sind, das innere Material dagegen Holz enthalten kann. Bristolkarton ist nicht gestrichen und damit ein Naturkarton, er ist stabil und lässt sich gut im Offsetverfahren bedrucken sowie weiterverarbeiten. Typische Einsatzbereiche sind Postkarten, Umschläge und Verpackungen.

  • Broschur

    Der Begriff stammt aus der Druckweiterverarbeitung und bezeichnet ein Buchbindeverfahren, bei dem der Umschlag direkt mit dem ein- oder mehrlagigen Block am Rücken verklebt oder geheftet ist. Der Umschlag hat dabei im Allgemeinen dasselbe Format wie der Buchblock und besteht aus gleichartigem Material wie der Innenteil oder aus Karton. Ursprünglich galt die Broschur als provisorische Einbandform, die man verwendete, bevor sich der Käufer des Buches für einen hochwertigen und oftmals sehr teuren Bucheinband entschied. Heute ist diese Bindetechnik als kostengünstige maschinelle Produktion auf eine endgültige Gebrauchsform des Druckerzeugnisses (Broschüre) abgestimmt.

  • Broschüre

    Nicht periodisch erscheinende Publikation, die fünf bis 48 Seiten umfasst und einen Papier- oder Kartonumschlag besitzt.

  • Buntpapier

    Bezeichnung für farbige, lackierte, gemusterte, velourierte, bronzierte oder marmorierte Papiere.

  • Business Distribution

    Das Publizieren auf mobilen Endgeräten eignet sich nicht nur für Zeitschriften und Magazine. Besonders für weltweit agierende Unternehmen bieten sich darüber die Möglichkeit, den globalen Vertrieb sehr schnell und gezielt mit aktuellem Verkaufsmaterial, Preislisten, Broschüren etc. zu versorgen. Aktualisierungen werden umgehend auf alle Geräte gesandt, mittels Login wird gewährleistet, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf Verkaufsunterlagen erhalten. Diesen Verwendungszweck nennt man „Business Distribution“.

  • Büttenpapier

    Von Hand mit einem Sieb „aus der Bütte“ geschöpftes Papier mit einem typischen, ungleichmäßigen und verlaufenden Rand. Heute existieren auch maschinell hergestellte Imitate.

  • Byte

    Das Byte ist die kleinste adressierbare, das heißt einzeln ansprechbare Speichermenge in einem Computer. Ein Byte besteht aus acht Bit und kann damit 28 oder 256 verschiedene Werte annehmen. Damit lassen sich auch die Zeichensätze der meisten Sprachen in einem Byte kodieren. Daneben gewinnt die Kodierung von Zeichensätzen mit zwei Byte je Zeichen (Unicode) zunehmend an Bedeutung. Zwei Byte können zusammen 65.536 (216) verschiedene Werte annehmen, genug für sämtliche Zeichen aller wichtigen Sprachen der Welt. Die Kapazität von Speichermedien wird in Vielfachen von 210 beziehungsweise 1.024 Byte angegeben: 1 KByte = 1.024 Byte, 1 MByte = 1.024 KByte, 1 GByte = 1.024 MByte etc.

  • Bytemap (Halbton)

    Farb- oder Graustufe, die durch Rastern erzeugt wird.

  • Cache

    Besonders schnelle Speicherarchitektur (RAM) beziehungsweise -verwaltung, um das Lesen von Daten aus Massenspeichern (Festplatte) zu beschleunigen; Daten werden „auf Verdacht“ zwischengespeichert; Cache bedeutet in etwa „versteckter Speicher“, Zwischenspeicher.

  • CAD

    Abkürzung für „Computer-aided Design“, computergestütztes Zeichnen/Konstruieren. Oder: Abkürzung für „Computer-aided Drafting“, computergestütztes Entwerfen (Draft bedeutet Rohentwurf).

  • Cellophanieren

    Bezeichnung für Glanzfolienkaschieren, wobei nicht nur Cellophanfolien Verwendung finden.

  • Cellulose

    Siehe Zellulose.

  • Chromalin

    Von 3M entwickeltes Verfahren zur Simulierung von Drucken; Prüfdrucke, Andrucke.

  • Chromoduplexkarton

    Karton mit einseitigem Strich von etwa 12 Gramm pro Quadratmeter: Das Vorprodukt ist der Duplexkarton.

  • Chromoersatzkarton

    Faltschachtelkarton, einseitig glatt mit heller stark holzhaltiger Einlage und ein- oder beidseitiger holzfreier Deckschicht.

  • Chromokarton

    Karton mit einseitigem Strich von etwa 18 Gramm pro Quadratmeter. Das Vorprodukt ist der Chromoersatzkarton.

  • Chromoluxkarton

    Holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig gestrichen ist. Der Strich ist stets wasserfest und im Hinblick auf gute Eignung für den Offsetdruck sowie für Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere eingesetzt.

  • CIE

    Die Commission Internationale de l’Eclairage (CIE) ist eine internationale Organisation, die eine Reihe von allgemein verwendeten Farbdefinitionen erarbeitet und festgelegt hat. Am bekanntesten ist der Farbraum CIELab, der 1976 definiert wurde.

  • CIELab-Farbraum

    Besitzt ein dreidimensionales, rechtwinkliges Koordinatensystem. Die senkrechte Koordinate L gibt die Helligkeit einer Farbe an, die zwei ebenen Koordinaten a und b den Farbwert und die Sättigung auf einer Rot-Grün- beziehungsweise einer Blau-Gelb-Achse. Der CIELab-Farbraum gilt als besonders geeignet zur Darstellung von Farbdifferenzen, da geometrische Abstände darin annähernd den nachempfindbaren Farbunterschieden entsprechen.

  • CIP3

    Die 1995 gegründete Herstellervereinigung CIP3 (International Cooperation for Integration in Prepress, Press and Postpress) hatte die Zielrichtung, die herstellerunabhängige digitale Integration des Druckprozesses von der Vorstufe über den eigentlichen Druck bis zur Weiterverarbeitung zu fördern. Ihre wichtigste Leistung war die Definition des Print Production Format, eines Datenformats zur Aufnahme aller für diesen Ablauf relevanten Informationen. CIP3 ging 1999 in die Vereinigung CIP4 über, die ein erweitertes Themenfeld bearbeitet.

  • CIP4

    Mitte 2000 aus der Herstellervereinigung CIP3 hervorgegangen, verfolgte die Hersteller- und Anwender-Organisation CIP4 (International Cooperation for the Integration of Processes in Prepress, Press and Postpress) mit Sitz in Zürich das Ziel, die Grundlagen für die computertechnische Integration des gesamten Prozesses der Herstellung von Druckerzeugnissen von Vorkalkulation und Angebot bis hin zur Lieferung und Abrechnung zu legen. Als Ergebnis wurde inzwischen zusammen mit der Heidelberger Druckmaschinen AG, Adobe Systems, MAN Roland, Agfa und dem Fraunhofer Institut für grafische Datenverarbeitung (IGD) das Job Definition Format (JDF) als gemeinsamer Standard verabschiedet.

  • CMYK (Abkürzung für Cyan, Magenta, Yellow, Black)

    Bezeichnung für das in der Drucktechnik übliche Farbmodell, das die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb verwendet. Als vierte „Farbe“ wird zusätzlich Schwarz eingesetzt, das für einen optisch befriedigenden Schwarzton sorgt.Siehe Farbmanagement.Um die Farben eines Druckerzeugnisses in verbindlicher Weise vorab zu kontrollieren, dient der Color Proof. Er verursacht deutlich weniger Aufwand als ein Maschinen-Proof an der Druckmaschine selbst und lässt sich auch in räumlicher Entfernung vom Druckort anfertigen. Voraussetzung für einen aussagekräftigen Color Proof ist aber die sichere Kontrolle des (elektronischen) Preprint-Prozesses mit einem Color-Management-System, das auch die verwendete Druckmaschine sowie das verwendete Papier einschließt.

  • Computer-to-Plate

    Bei dem Verfahren werden Daten aus dem Computer direkt ohne das Übertragungsmedium Film auf die Druckplatte belichtet. Man erzielt dadurch Kostensenkungen, doch nutzen sich die bei dem Verfahren verwendeten Druckfolien schneller ab als herkömmliche Druckplatten und müssen gegebenenfalls in Abständen erneuert werden. Auch können die Folien je nach Verfahren nach dem Druck nicht immer aufbewahrt werden. In neuerer Zeit ermöglichen neue Materialien, die zur Belichtung mit Wärmeenergie statt mit sichtbarem Licht arbeiten, Tageslichtverarbeitung und chemiefreie Entwicklung.

  • Content

    Inhalt einer Webseite. Redaktionen und Firmen, die Webseiten mit Inhalten füllen, heißen Content Provider, im Deutschen häufig auch Content-Anbieter genannt. Auch die zweite Bedeutung des Wortes, nämlich „zufrieden (gestellt)“, spielt hierbei zunehmend eine Rolle, da die Inhalte der Seiten die Nutzer zufrieden stellen beziehungsweise fesseln sollen. Hierbei gewinnt bei der Bewertung einer Webseite die strukturelle Aufbereitung zunehmend an Bedeutung.

  • Content Viewer

    Mit dem Content Viewer von Adobe lassen sich in InDesign erstellte Folio auf dem Desktop und iOS-Geräten darstellen. Für den Desktop steht ein Air-basiertes Programm zur Verfügung, für iOS stehen entsprechende Viewer Apps in den jeweiligen Stores bereit.

  • Cookie

    Kleine Textdatei, die von einer besuchten Webseite in einem vom Browser dafür vorgesehenen Verzeichnis auf der Festplatte des Benutzers erzeugt wird. Eine solche Datei protokolliert die Aktivitäten des Benutzers in der besuchten Webseite. Viele Vorgänge im E-Commerce sind ohne diese Technik nicht realisierbar, die jedoch aus Datensicherheitsgründen nicht unumstritten ist.

  • Corporate Design

    Als Teil der Corporate Identity bezeichnet Corporate Design den einheitlichen, unverwechselbaren Auftritt einer Firma in seinen Kommunikationsmitteln wie Prospekten, Katalogen oder Verpackungen. Dazu gehören grafische Elemente wie ein charakteristisches Firmenlogo, eigene „Hausfarben“ oder ein spezieller Schrifttyp. Corporate Design umfasst in vielen Fällen auch das Produktdesign und kann sich bis zur Architektur des Firmengebäudes erstrecken.

  • Crossmedia

    Mir Crossmedia bezeichnet man die mehrfache Nutzung von Druckdaten für verschiedene Medien. So können dieselben Daten für die Erzeugung von Druckseiten, aber auch von Inhalten für CD-ROMs und Internetseiten dienen. Als wichtige Technologie für Crossmedia gilt das vom Hersteller Adobe definierte „Portable Document Format“ (PDF), das einerseits die Speicherung von Dokumenten in Druckqualität zulässt und andererseits die für elektronische Medien wichtigen interaktiven Elemente bietet.

  • CRT-Monitor

    Die Kathodenstrahlröhre (englisch Cathode Ray Tube, kurz CRT) ist eine Elektronenröhre zur Erzeugung von Elektronenstrahlen, mit der sich unter anderem schnell ändernde Spannungen und Ströme auf einem Fluoreszenzschirm sichtbar machen lassen. Kathodenstrahlröhren werden in weiterentwickelter Form als Bildschirm in Fernsehgeräten und als Computerdisplay verwendet. Die Kathodenstrahlröhre wird in diesen Anwendungen jedoch zunehmend durch Plasma-, TFT- oder LCD-Bildschirme abgelöst.

  • Cut And Paste

    Ausschneiden und einfügen; Funktion in grafischen Programmen zum Anordnen und Verändern von Seitenteilen oder grafischen Elementen.

  • Cyan

    Ein bestimmtes Blau im Vierfarbendruck; eine der vier Grundfarben im Vierfarbdruck.

  • Cyan-Überhang

    Im Vierfarbendruck braucht man in den meisten Fällen entgegen der Theorie nicht gleiche Anteile der drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, um neutrales Grau zu erzeugen, sondern einen mehr oder weniger deutlich größeren Anteil von Cyan. Der zusätzlich notwendige Cyan-Anteil wird mit Cyan-Überhang bezeichnet.

  • DAM (Digital Asset Management)

    Ein Digital-Asset-Management-System (DAM) ist für die zentrale Speicherung und Verwaltung von beliebigen digitalen Inhalten, insbesondere von Mediendateien wie Grafiken, Videos, Musikdateien und Textbausteinen zuständig. Im medialen Bereich wird es teilweise auch als Media-Asset-Management (MAM) bzw. im spezielleren als Video-Asset-Management (VAM) bezeichnet.

  • Data Mining

    Unter dem Begriff Data Mining fasst man eine Reihe von Verfahren zusammen, die dazu dienen, nicht unmittelbar ersichtliche Informationen aus Datenbanken zu gewinnen. Man setzt dazu unter anderem Methoden der Statistik und der künstlichen Intelligenz ein und gewinnt beispielsweise Erkenntnisse über das typische Verhalten von Personengruppen aus Merkmalen, die im ersten Anschein keinen Zusammenhang erkennen lassen. Data Mining wird bevorzugt von Unternehmen wie Banken und Versicherungen eingesetzt, die große Mengen von Kundendaten sammeln.

  • Database

    Informationen (Daten) werden in einer Datenbank einerseits gesammelt, andererseits verwaltet, kontrolliert und miteinander in Beziehung gebracht von einem recht komplizierten Filter- und Sortiersystem. Damit ist bei möglichst nur einmaliger Erfassung einer Information schnellstmögliches Auffinden und/oder Sortieren in den verschiedensten Zusammenhängen möglich. Datenbanken sind die Grundlage der meisten komplexeren Erscheinungen der heutigen Cyberwelt, zum Beispiel von CD-ROMs, DVDs oder Suchmaschinen im Internet, aber natürlich auch der Zentralsysteme von Fluggesellschaften, Banken oder Versicherungen.

  • Database Publishing

    Database Publishing wird meist im Umfeld der datenbankgestützten automatisierten Medienproduktion als zusammenfassender Begriff genannt. Typische Anwendung ist die Erstellung von Preislisten und Katalogen. Die Grundidee ist es, Datenbankinhalte wie Artikelnummer, Preisinformationen, Produktbeschreibungen und – bilder an ein offen gestaltetes Layoutdokument zu übergeben, so dass sich dieses bei Änderungen, z. B. von Preisen, automatisch aktualisiert. Die Dokumentvorlagen werden dabei meist mit dem Layoutprogramm Adobe InDesign erzeugt. Diese Vorlagen werden dann meist mittels Erweiterung (Plug-in) mit Inhalten aus einer Datenquelle gefüllt. Je nach Komplexität und Gestaltungsanspruch können so ganze Kataloge halb- oder vollautomatisch erzeugt werden und mitunter mehrere Monate Produktionszeit auf einen Bruchteil reduzieren.

  • Datenbank

    Sammlung von Informationen (Text, Zahlenmaterial, Bilder etc.), die mit Hilfe von Computern so abgelegt werden, dass das geordnete Wiederauffinden der Daten möglich ist. Die häufigste Datenbankart ist heute die relationale Datenbank, in der die Daten in Form von Tabellen (Relationen) vorliegen, die durch Indizes geordnet und untereinander verknüpft werden.

  • Datenkompression

    In der Computertechnik bezeichnet man mit Kompression die Verringerung des von Daten beanspruchten Speicherplatzes durch die Optimierung der binären Darstellung der Informationen. Je nach Art der Ausgangsdaten und ihrer Codierung lassen sich dabei Kompressionsraten von 1 zu 100 und mehr erreichen und so Speicherplatz oder Übertragungszeit sparen. Man unterscheidet zwischen Kompressionsverfahren, die mit (mehr oder weniger akzeptablem) Verlust an Informationen einhergehen, und verlustfreien Verfahren. Typische Verfahren mit Informationsverlusten sind JPEG für Bilder und MP3 für Musik. Verfahren zur Kompression numerischer Daten wie MNP5 und V.42 bis für die Datenübertragung oder auch die Verdichtungsmethoden für Dateien (zip, lha, rar etc.) arbeiten verlustfrei.

  • Datentiefe

    Bit-Rate und damit Helligkeitsauflösung je Rasterpunkt bei Scannern; bestimmt den Kontrastumfang eines digitalisierten Bildes.

  • Default

    Standardseiten innerhalb von Webseiten, die angezeigt werden, wenn eine bestimmte Seite nicht auffindbar ist. Oft wird damit aber auch schlicht die Eingangsseite einer Webseite bezeichnet.

  • Densitometrie

    Quantitative Messung der Farbdichte, das heißt der Farbmenge pro Flächeneinheit. Dabei werden Tonwerte, aber keine Farbtöne bestimmt. Die Densitometrie kommt in der Fotografie und der Reproduktionstechnik zum Einsatz, unter anderem zur Qualitätssicherung.

  • Dialogmarketing

    Alle Aktivitäten von Unternehmen, potenzielle Kunden direkt anzusprechen und zu unmittelbaren Antworten zu veranlassen. Ein typisches Instrument des Dialogmarketings sind beispielsweise Mailings (personifizierte Anschreiben) mit diversen Antwortmöglichkeiten. Viele Werbefachleute sehen im Internet das Kundendialogmedium der Zukunft.

  • Dickdruckpapier

    Weiches, besonders stark auftragendes, elastisches, voluminöses Papier. Statt Dickdruckpapier findet man auch die Bezeichnung „auftragende Papiere“ oder „Daunendruck“.

  • Digitaldruck

    Druckverfahren, bei denen die Informationen direkt vom Computer aufs Papier gebracht werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Dabei wird die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine verbunden. Digitaldruck erreicht nicht die Qualität herkömmlicher Druckverfahren, ist bei kleinen Auflagen jedoch schneller und preisgünstiger und erlaubt auch spezielle Techniken wie personalisiertes Drucken oder Printing-on-Demand.

  • Digitale Blaupause (Formproof)

    Nicht farbverbindlicher Ausdruck aus Computerdaten. Dient zur Überprüfung der sachlichen Richtigkeit.

  • Digitale Fotografie

    Als Alternative zum herkömmlichen Verarbeitungsprozess mit Filmbelichtung und -entwicklung arbeitet die digitale Fotografie mit Kameras, die Bilder direkt digital erfassen. Über spezielle Speichermedien oder eine Datenschnittstelle gelangen die Bilddaten zur weiteren Bearbeitung in den Computer.

  • Digitale Signatur

    Eine Art „Siegel“, das mit Hilfe einer Chipkarte, basierend auf kryptographischer Verschlüsselungssoftware (mathematische Verfahren) erstellt wird. In der elektronischen Kommunikation wird diese elektronische Unterschrift eingesetzt, um die handschriftliche Unterschrift rechtsgültig ersetzen zu können, zum Beispiel für die elektronische Steuererklärung, für das Homebanking oder für den elektronischen Handel (E-Commerce).

  • Digitalisierung

    Wandlung von Werten in digitale Codierungen; das optische Zerlegen einer beliebigen Vorlage in einzelne Pixel. Auch: Bearbeitung von Informationen in einer elektronisch digitalisierten Kodierungsform.

  • Digitalkamera

    Anstelle des herkömmlichen lichtempfindlichen Films verwenden Digitalkameras hoch integrierte Bausteine (so genannte CCD-Chips), die das vom Objektiv erzeugte Bild in digitale Daten umwandeln. Man spart dadurch den Umweg über Filmbelichtung, Entwicklung und Einscannen. Im Produktionsprozess von Print- und Non-Printmedien bedeutet dies eine Zeitersparnis bei höherer Flexibilität.

  • Dimensionsstabilität

    Maß bei Papier, inwieweit es bei Änderungen seiner Feuchtigkeit seine Abmessungen ändert. Dimensionsstabilität ist ein wichtiges Kriterium für die Eignung eines Papiers für den Mehrfarbendruck im Offsetverfahren.

  • DIN

    Das Regelwerk Deutsche Industrie Norm legt Begriffe, Maße und Anwendungen im industriellen Bereich eindeutig fest. Einige wichtige DIN-Normen für den Offsetdruck sind zum Beispiel: DIN 16529 Begriffe Flachdruck, DIN 16544 Begriffe Reproduktionstechnik, DIN 16509 Farbskala nach DIN (kalte Skala), DIN 16539 Europa-Skala.

  • DIN-Formate

    Papiergrößen werden in Deutschland nach DIN 476 in die Reihen A (Drucksachen, Briefbogen, etc.), B (Schnellhefter und Ordner) und C (Umschläge, um Reihe A zu verschicken) eingeteilt. In DIN D sind Sonderformate beschrieben. Die DIN-Formate wurden 1922 vom Deutschen Normenausschuss geschaffen. Ihre Ausgangsgröße ist ein Rechteck mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Die kleinere Seite des Bogens steht zur größeren im Verhältnis 1 zu Wurzel aus 2 (1,414…). Jedes Format ist doppelt oder halb so groß wie das benachbarte in der Reihe. Dabei entsteht das nächst kleinere Format jeweils durch Halbieren der Längsseite des Ausgangsformats. Die Zahl gibt zugleich an, wie oft das Ausgangsformat A0 geteilt wurde. Die B-Reihe bezeichnet die unbeschnittenen Formate. Sie sind größer, weil erst nach dem Drucken, Falzen und Binden der Beschnitt auf ein A-Reihenformat erfolgt. In der B-Reihe gibt es ebenfalls Kuverts und Hüllen. Die C-Reihe liegt in der Größe zwischen der A- und der B-Reihe und enthält die gebräuchlichen Formate für Umschläge, Kuverts, Hüllen, Mappen etc.

  • Direct Imaging

    Technologie, bei der aufgrund von Postscript-Daten aus der Druckvorstufe alle Druckformen einer Druckmaschine gleichzeitig und registergenau bebildert werden. Dazu steuern die von einem RIP gelieferten Rasterdaten 64 Infrarot-Laserdioden an, die auf einer speziellen Druckfolie mit farbabweisender Oberfläche kleine Vertiefungen erzeugen und damit eine farbführende Schicht freilegen. Das Ergebnis ist eine Druckfolie, die sich für wasserlosen Offsetdruck einsetzen lässt.

  • Dokumentenmanagement

    Gesamtheit der Regeln und getroffenen Maßnahmen zur sinnvollen und rationellen Erzeugung, Verwaltung, Distribution und Archivierung von Dokumenten.

  • Dokumentenpapier

    Papier hoher Qualität, das ein echtes Wasserzeichen trägt. Es wird vorzugsweise bei Behörden verwendet und muss spezielle Eigenschaften aufweisen.

  • Download

    Herunterladen, Kopieren von Daten von einem anderen Rechner beziehungsweise Internet-Server; der Download wird auf dem eigenen Rechner gespeichert; auch generell Datentransfer von Gerät zu Gerät; spezifisch Übertragung von Fonts aus einem Layout- oder Grafik-Programm in den Drucker.

  • Drag And Drop (Ziehen und Loslassen)

    Markieren und verschieben eines Teils einer Datei und einbetten in eine andere Datei; Funktionsfähigkeit einer Betriebssoftware wie zum Beispiel Windows; einfache Methode des Kopierens von Texten und Zeichnungen/Bildern.

  • Druckkennlinie

    Diagramm, welches den Punktzuwachs einer Druckmaschine für verschiedene Flächendeckungen darstellt. Sie ist die grafische Darstellung des Zusammenhanges zwischen den Tonwerten der Druckvorstufenprodukte, zum Beispiel Rasterdaten (Tonwerte), des Films oder der Druckplatte (meist bezogen auf die Tonwerte des Films) und den zugehörigen Tonwerten im Druck. Daraus abgeleitet wird die so genannte Tonwertzunahme. Die Druckkennlinie beschreibt also, wie stark ein Rasterbild durch den Tonwertzuwachs im Druck nachdunkelt. Diese Nachdunkelung einer Rasterfläche wird verursacht durch Punktverbreiterung und Lichtfang.

  • Drucklack

    Farblose Lackschicht (matt oder glänzend), die mit einer normalen Druckmaschine aufgebracht wird; erhöht die Abriebfestigkeit und den Glanz des Druckproduktes.

  • Druckvorstufe

    Gesamtheit der Arbeitsgänge, die von dem zu druckenden Ausgangsmaterial – Texte, Bilder – bis zur fertigen Druckvorlage erforderlich sind. Dazu gehören Seitenlayout, Satzherstellung und Bildverarbeitung, gegebenenfalls auch Seiten- und Bogenmontage sowie die Belichtung von Filmen zur Druckplattenherstellung.

  • Druckzunahme

    Beschreibt, um wie viel Prozent ein Bild im Mitteltonbereich im Auflagendruck dunkler wird. Beispiel: Bei einer Druckzunahme von 15 Prozent wird ein Rasterton von 55 Prozent im Druck zu 70 Prozent. Deshalb wird die Zunahme in der Reproduktion berücksichtigt und das Bild bei der Separation entsprechend aufgehellt (vergleiche Tonwertzunahme).

  • DTP

    Als Abkürzung für Desktop Publishing (englisch sinngemäß: Publizieren auf dem Schreibtisch) bezeichnet der Begriff die Arbeitsvorgänge Satzerstellung, Seitenumbruch und Bildmontage als integrierte Tätigkeit am Computer. Als Ergebnis liefert DTP Daten in Form von Seiten, die in der Bogenmontage – entweder in Form von Filmen oder elektronisch (Computer-to-Film beziehungsweise Computer-to-Plate) weiterverarbeitet werden. Für DTP-Daten wird die Seitenbeschreibungssprache Postscript verwendet. Beim Electronic Printing dienen sie auch direkt zur Erzeugung von Druckvorlagen beziehungsweise zum Drucken.

  • Dünndruckpapier (Bibeldruckpapier)

    Vor 100 Jahren erstmals für den Bibeldruck verwendet. Es ist ein Papier mit niedrigem Flächengewicht aus Hadern und gebleichtem Zellstoff.

  • Duplexbilder

    Werden eingesetzt, um den Tonwertumfang eines Graustufenbilds im Druck zu vergrößern. Eine Schwarzweiß- Reproduktion kann beispielsweise bis zu 256 Graustufen enthalten.

  • Duplexkarton

    Mehrlagiger Karton mit grauer Einlage, grauer Rückseite und holzfreier oder nur leicht holzhaltiger Deckschicht.

  • E-Book

    Bezeichnet sowohl die elektronische Version eines Textes, der auf CD gekauft oder aus dem Internet geladen werden kann, als auch das elektronische Gerät, mit dem solche Texte gelesen werden können. Letzteres ist allerdings, genau genommen, ein „E-Book Reader“ (Lesegerät).

  • E-Commerce

    Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet.

  • E-Payment-System

    System, das elektronisch via Netz (Internet) Käufe und Zahlungen für Kunden und Händler ermöglicht. Ein solches System bedient sich unter anderem häufig der Trust Center und digitalen Signaturen, um diese Geschäftsprozesse sicher zu machen (gegen Missbrauch durch Dritte). Electronic Payment erfordert im Hinblick auf Datenschutz, Angreifbarkeit, Handhabbarkeit, Akzeptanz und Kosteneffizienz eine komplizierte IT-Infrastruktur.

  • E-Procurement

    Webbasierter Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen von und an Unternehmen beziehungsweise elektronische Beschaffung über das Internet. E-Procurement automatisiert die traditionellen Beschaffungsprozesse und führt zu besser koordinierten Einkäufen, senkt die Transaktionskosten, verkürzt die Beschaffungszyklen und erhöht damit die Effizienz.

  • EAN-Code

    Zur universellen Identifikation von Waren aller Art ist eine international einheitliche Artikelnummer nach dem so genannten EAN-Code (European Article Numbering) definiert. Zwei verschiedene Varianten davon haben 13 und 8 Ziffern (EAN-13 beziehungsweise EAN-8). Eine EAN-Zahl enthält in der Regel Ursprungsland, Hersteller und eine Artikelnummer des betreffenden Produkts.

  • Editor

    Hilfsprogramm zum Erstellen und Bearbeiten von Textdateien. Einfache Editoren sind normalerweise in jedes Usenet- oder E-Mail-Programm integriert. Es gibt auch spezielle HTML-Editoren, mit denen einfache Webseiten ganz schnell zu produzieren sind.

  • Effektlack

    Lacke, die zur Erzielung besonderer Effekte in der Drucktechnik eingesetzt werden. In der Regel handelt es sich um pigmentierte Lacke, wobei es für die Pigmente in Farbe, aber auch in Form und Größe der Partikel viele Variationsmöglichkeiten gibt.

  • Effektraster

    Spezielle Rasterformen und -strukturen, wie zum Beispiel Kornraster, Linienraster, Kreisraster oder Kreuzlinienraster. Der Frequenzmodulierte Raster (FM) ist auch ein Effektraster (Kornraster) mit hoher Auflösung.

  • Einbruchfalz

    Eine Falzart, bei der ein Rohbogen nur einmal gefalzt wird.

  • Einlagehöhe

    Die maximale Höhe des in die Schneidemaschine einlegbaren Papierstapels für einen Schnitt. Praktisch der Abstand zwischen der Tischoberkante und der Pressbalkenunterkante.

  • Elektronische Unterschrift

    Siehe Digitale Signatur.

  • Entitlement

    Entitlement bezeichnet im digital Publishing die Zugriffsverwaltung von Kunden, Mitarbeitern oder Abonnenten. Das Entitlement wird entweder über ein im CMS hinterlegtes Rechtemanagement verwaltet oder über eigene Entitlement-Server. Beim Einsatz solch eines Servers werden die Kundendaten nach einem Login in der Multi-Issue-App verifiziert und eine Liste der ermäßigten oder kostenlosen Ausgaben ausgegeben. Gerade im Enterprise-Segment werden Entitlement-Server eingesetzt um die Kontrolle über sensible Kunden- und Abodaten zu behalten.

  • ePaper

    Als ePaper bezeichnet man in der Regel die digitale Version einer Zeitschrift, die in Form einer 1:1 Replikation des Printausgabe veröffentlicht wird. Grundlage für ein ePaper bildet in den meinsten Fällen ein PDF (das Druck-PDF). ePaper unterscheiden sich inhaltlich selten vom Print-Pendant, mitunter werden die Inhalte durch Links, Bildgalerien und Videos ergänzt. Da nur digitale Replikas von Printtiteln (mit identischem Inhalt) in die Auflagenzahlen der IVW eingerechnet werden dürfen, sind ePaper aktuell ein wichtiger Bestandteil der Tablet Publishing Welt und werden daher zum Teil als zusätzlicher Download zu eigens für das digitale Endgerät erzeugten Publikationen angeboten.

  • EPS

    EPS steht für Encapsulated Postscript. Es handelt sich um ein Element der Seitenbeschreibungssprache Postscript von Adobe, entwickelt für den Datenaustausch in der Druckvorstufe. Das reine EPS-Format ist nicht auf dem Bildschirm darstellbar und liefert daher in den meisten Fällen ein Vorschaubild im TIF-Format. EPS-Dateien lassen sich schon vom erstellenden Programm farbseparieren. Zudem können EPS-Bilder ohne Qualitätsverlust vergrößert werden.

  • ePUB

    ePUB (electronic publication) ist ein offener Standard für E-Books vom International Digital Publishing Forum (IDPF). Man unterscheidet mittlerweile zwei Typen. Das ePUB 2.0 „reflowable“. Dieses erlaub die dynamische Anpassung des Textes an die jeweilige Bildschirmgröße des Lesers, darüber hinaus lässt sich jedoch auch Schriftart und Schriftgröße individuell vom Leser festlegen. Das „fixed layout“ ePUB 3.0 gibt eine feste Aufteilung der Gestaltung vor und eignet sich somit für gestaltungslastige Publikationen. Innerhalb eines ePUB 3.0 sind eine Vielzahl von interaktiven Elementen wie Audio, Video, Slideshows, Buttons und HTML-Elemente integrierbar.

  • Europa-Skala

    Die Europa-Skala (auch Euro-Skala) ist eine in Europa gemäß DIN 16 539 für den Offsetdruck und DIN 16 538 für den Hochdruck genormte Farbskala für das Vierfarbmodell CMYK. Danach sind die Druckfarben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz nach Farbton, Sättigung und Druckreihenfolge festgelegt und lassen sich auch unter genormten Bedingungen prüfen.

  • Falz

    In der Buchbinderei ein scharfer Knick oder Bruch bei Papieren. Durch das Falzen entsteht entweder ein Produkt mit fortlaufenden Seitennummern oder einfach ein kleineres Format. Gefalzt wird im Allgemeinen mit Falzmaschinen. Man unterscheidet prinzipiell Kreuz- und Parallelfalze. Bei einem Kreuzfalz erfolgt der weitere Falz immer im rechten Winkel, bei einem Parallelfalz immer parallel zum vorhergehenden Falz.

  • Falzanlage

    Buchbinderische Anlage. Winkel an Druckbogen, an denen der Buchbinder zu falzende Druckbogen anlegt, damit standgerecht und registergenau gefalzt wird.

  • Falzmaschinen

    Man unterscheidet prinzipiell zwei Typen: Bei der Schwertfalzmaschine drückt ein Messerbalken den flachen Papierbogen zwischen zwei rotierende Walzen zur Falzung. Die Stauchfalzmaschine, auch Taschenfalzmaschine genannt, staucht das Papier in rotierende Walzen hinein. Die beiden Falzsysteme können auch kombiniert in einer Maschine auftreten. Rotationsdruckmaschinen, auf denen Zeitungen, Zeitschriften und Taschenbücher hergestellt werden, sind häufig mit einem Trichterfalzwerk ausgestattet. Diese Anlagen können das Falzprodukt in vielen Fällen auch gleich mit Drahtklammern heften.

  • Falzschema

    Die Festlegung der Anzahl, der Richtung und Aufeinanderfolge der Falzbrüche beim Falzen, jeweils bezogen auf die Lösung einer bestimmten Produktionsaufgabe.

  • Falzzeichen

    Denen der Qualitätskontrolle für eine registergenaue Falzung.

  • Farbannahme

    Druckfarbe, die während des Drucks vom Papier aufgesaugt wird. Kann sich auf Druckqualität auswirken und muss in der Druckvorbereitung kompensiert werden.

  • Farbannahmeverhalten

    Eng mit der Farbreihenfolge im Druck verknüpft. Es ist ein Unterschied, ob auf weißes Papier, auf eine bereits gedruckte und getrocknete Farbe oder Nass in Nass aufeinander gedruckt wird. Störungen im Farbannahmeverhalten führen zu einer Verkleinerung des Farbumfanges und damit zu Schwierigkeiten bei der Wiedergabe bestimmter Farbnuancen. Grundsätzlich wird die letztgedruckte Farbe nur unvollständig angenommen und hat einen unruhigeren Ausdruck. Eine objektive messtechnische Beurteilung des Farbannahmeverhaltens ist nur mit Hilfe der Farbmetrik möglich. Das Densitometer liefert auf einfache Weise einen relativen Wert für die Farbannahme FA (Prozent).

  • Farbauszug

    Farbanteil einer digitalen Druckvorlage, die einer Farbe eines Mehrfarbendrucks entspricht. Für den zumeist verwendeten Vierfarbdruck mit dem CMYK-Farbmodell sind vier Farbauszüge in den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz erforderlich, die zur Herstellung der entsprechenden Druckplatten dienen. Die Farbauszüge, die zusammen wieder die komplett farbige Vorlage ergeben, nennt man Farbsatz.

  • Farbdichte

    Optische Dichte von farbig gedruckten Flächen. Dieser Wert spielt in der Qualitätskontrolle im Druckprozess eine Rolle, er lässt sich dazu mit speziellen Geräten (Auflichtdensitometer) messen. Dabei kann man aber immer nur Farbdichten eines einzelnen Farbtons miteinander vergleichen.

  • Farbkeil

    Messstreifen als Kontrollinstrument für den Vierfarbdruck.

  • Farbmanagement

    Steuerung der Farbwiedergabe in einem digitalen grafischen Produktionsprozess. Die verschiedenen Ein- und Ausgabegeräte vom Scanner bis zur Druckmaschine arbeiten gerätebedingt mit unterschiedlichen Farbräumen. Um die Farbdarstellung über den Produktionsprozess hinweg zu vereinheitlichen, werden Farbprofile für die beteiligten Geräte und Verfahren gebildet. Aus ihrer Verbindung ergeben sich die zur Umrechnung notwendige Koeffizienten. Farben aus einem Farbraum, die in einem anderen nicht darstellbar sind, werden weitest möglich angenähert.

  • Farbort

    Der Farbort eines (weißen) Papiers ist eine Angabe zu seinem Farbton. Eine andere, davon unabhängige Eigenschaft ist der Weißgrad des Papiers.

  • Farbprofil

    Als Element des Color Management gibt das Farbprofil eines Bildein- oder Ausgabegeräts (Scanner, Bildschirm, Drucker, Druckmaschine etc.) an, wie sich die von dem Gerät gelieferten Farbinformationen im Verhältnis zu einem übergeordneten, geräteunabhängigen Farbsystem (etwa der Farbraum CIELAB) verhalten. Bei professionellen Geräten liefern die Hersteller Farbprofile mit. Für qualitativ beste Ergebnisse müssen sie mit Hilfe besonderer Messgeräte individuell gebildet werden – unter Umständen wiederholt in regelmäßigen zeitlichen Abständen.

  • Farbraum

    Modell zur Darstellung von Farben durch messbare Werte. Manche dieser Modelle sind geräteabhängig, zum Beispiel der RGB-Farbraum für Monitore (Lichtfarben) oder der CMYK-Farbraum für Drucker (Prozessfarben). Andere Farbräume basieren auf mathematischen Modellen und sind geräteunabhängig, zum Beispiel CIE. Der Farbraum ist ein drei- beziehungsweise bei CMYK vierdimensionales Denkmodell aller Farben. Farben können zum Beispiel nach Anteil von Rot, Grün und Blau (RGB-Farbraum), nach Farbwert, Sättigung und Helligkeit (HSB-Farbraum), nach Farbwert-X-Achse, Farbwert-Y-Achse und Helligkeit (XYZ-Farbraum) oder nach Anteil von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) abgebildet werden.

  • Farbsättigung

    Intensität einer Farbe. Eine maximale Sättigung ist erreicht, wenn der Farbe keine Komplementärfarbe beigemischt ist. Eine stark gesättigte Farbe ist leuchtend, während eine wenig gesättigte Farbe trübe und wie von einem grauen Schleier überlagert ist.

  • Farbtemperatur

    Vereinfachte Darstellung der spektralen Charakteristik einer Lichtquelle. Eine niedrige Farbtemperatur impliziert eine psychologisch wärmere Lichtfarbe (gelb/rot), eine hohe Farbtemperatur impliziert eine psychologisch kühlere Farbe (blau). Einheit der Farbtemperatur ist das Kelvin (k). Technisch gesehen bezieht sich die Farbtemperatur auf die Temperatur, auf die man einen theoretischen schwarzen Körper aufheizen müsste, damit er Licht der gleichen Farbe abgibt.

  • Farbtiefe

    Anzahl der Speicherbits, die pro Bildpunkt einer Farbe für die Klassifizierung des Farbwerts in jeweils Rot, Grün und Blau zur Verfügung stehen. Mit acht Bit kann man beispielsweise 256 Farbnuancen für jede der drei Grundfarben unterscheiden und damit Millionen von Farbtönen spezifizieren.

  • Farbtondichte

    Densitometer messen die Farbtondichte einer Druckfarbe im Spektralgebiet, wo diese hauptsächlich absorbiert wird und somit die gemessene Farbtondichte am höchsten ist. Mit „Farbtondichte“ bezeichnet man den logarithmisch bewerteten Reflexionsfaktor der Probe. Sie steht in direktem Zusammenhang mit der gedruckten Farbschichtdicke.

  • Farbwerk

    Übernimmt als Teil einer Druckmaschine die Aufgabe, eine Druckform für den Druckvorgang gleichmäßig mit der vorgesehenen Menge an Druckfarbe zu versorgen. Dazu dienen je nach Hersteller sehr unterschiedlich angeordnete und zusammenwirkende Komponenten wie Farbkasten (Vorratsbehälter), Transportvorrichtungen sowie Verreib-, Übertragungs- und Auftragswalzen.

  • Faserlaufrichtung

    Durch den Herstellungsprozess bedingte Ausrichtung der Fasern im Papier. Hierdurch erhält das Papier in zwei Richtungen unterschiedliche Eigenschaften.

  • Feinpapier

    Allgemeine Bezeichnung für Papier bester Qualität. Bei der Herstellung wird besonderer Wert auf Festigkeit der Oberfläche sowie auf gute und gleichmäßige Durchsicht (auch mit Wasserzeichen) und sehr gute Bedruckbarkeit gelegt.

  • Feuchtwerk

    Hat in Offsetdruckmaschinen die Aufgabe, die nicht druckenden Stellen mit einem dünnen Film aus Feuchtmittel – Wasser mit einem Anteil an Isopropylalkohol und weiteren Zusätzen – zu überziehen. Nach ihrer Funktionsweise unterscheidet man Heberfeuchtwerke und Feuchtwerke, bei denen ein direkter Kontakt zwischen dem Feuchtmittelbehälter beziehungsweise einem so genannten Heberzylinder besteht, sowie Schleuder- Turbo- oder Bürstenfeuchtwerke ohne diesen direkten Kontakt.

  • Firewire

    Unter dem vom Computerhersteller Apple geprägten Namen Firewire ist eine serielle Schnittstelle mit hoher Übertragungsleistung bekannt, die der US-Norm IEEE 1394 entspricht. Bisher sind darin Transfergeschwindigkeiten von maximal 400 Mbit/s spezifiziert. Zur Normung vorgeschlagen sind bereits noch höhere Raten. Firewire-Schnittstellen finden zunehmend Verbreitung bei Arbeitsplatzrechnern und dienen heute vornehmlich zum Anschluss von Videokameras und ähnlichen Produkten an einen Computer, zunehmend aber auch von Massenspeichern, Scannern und anderen Peripheriegeräten.

  • Flachbettscanner

    Vom Prinzip her arbeiten Flachbettscanner und Digitalkameras gleich. Von einem Objekt reflektiertes Licht wird mittels eines optischen Systems auf einen CCD-Chip projiziert und dort in die Grundfarben Rot, Grün und Blau zerlegt. Die Kamera oder der Scanner fügt daraus ein digitales Bild zusammen und stellt es einem Weiterverarbeitungsprogramm (Photoshop) zur Verfügung oder speichert es zunächst auf ein integriertes Speichermedium (Memory Card). Der Vorteil des Scanners besteht darin, dass er immer mit einer konstanten Lichtquelle arbeitet. Abgetastet werden lediglich fotografische Materialien oder auch Drucke und Zeichnungen. Dadurch lässt sich sein Abtastfarbraum sehr genau charakterisieren.

  • Flachdruck

    Alle Druckverfahren, bei denen druckende Bereiche der Druckplatte auf gleicher oder nahezu gleicher Ebene mit den nicht druckenden Partien liegen. Das Verfahren beruht auf der Tatsache, dass man auf der druckenden Oberfläche oleophile (ölfreundliche) und hydrophile (wasserfreundliche) Bereiche schaffen kann. Bei der Färbung der Platte nehmen nur die oleophilen Flächen die Druckfarbe an und erzeugen auf diese Weise das Druckbild. Das erste Flachdruckverfahren war der von Alois Senefelder 1796 erfundene Steindruck. Sein Nachfolger ist der heute auf diesem Gebiet vorherrschende Offsetdruck.

  • Flash

    Von der Firma Macromedia Inc. entwickelt, ist Flash (englisch: „Lichtblitz“) der heute gängige Mechanismus, um Internetseiten mit grafischen Animationen auszustatten. Zur Entwicklung von Flash-Animationen bietet Macromedia entsprechende Software-Werkzeuge an. Um solche Animationen sichtbar zu machen, benötigt ein Web-Browser das kostenlos erhältliche Zusatzmodul (Plug-in) Flash Player.

  • Flattermarken

    Auf allen Rohbogen versteckt aufgedruckte kleine Balken, die nach dem Falzen als Markierungen auf dem Rücken des gefalzten Druckbogens sichtbar werden. Zumeist wird ein schwarzer Strich in der Größe von zwei mal zehn Millimeter verwendet, der sich bei einer Klebebindung im Fräsrand – also im Rücken – befindet und nach Fertigstellung des Objektes nicht mehr sichtbar ist.

  • Flipbook

    Das Flipbook ist eine einfache Art, Druckprodukte schnell im Web verfügbar zu machen. Als Grundlage dient eine PDF-Datei, die mit moderner HTML5-Webtechnologie in jedem beliebigen Webbrowser dargestellt wird. Flipbooks bieten bei Druckstudio die Möglichkeit, nach Begriffen zu suchen, Lesezeichen zu markieren und bei Bedarf auch ein Gesamt-PDF auf den lokalen Rechner zu laden. Die Flipbooks passen sich der Bildschirmgröße des jeweiligen Endgerätes an und bieten so auch auf Smartphones und Tablets einen großen Bedienkomfort.

  • Florpostpapier

    Holzfreies, satiniertes Durchschlagpapier mit einem Flächengewicht von 30 und 39 g/m×. Fälschlicherweise werden auch weiße oder farbige Papiere mit einem Flächengewicht von 25, 30 oder 40 g/m× so genannt.

  • Fluoreszenzdruckfarben

    Werden zum Leuchten angeregt und verändern dadurch ihre Farbe, wenn man sie mit ultraviolettem Licht (UV-Licht) bestrahlt. Es gibt verschiedene Typen, die auf UV-Licht unterschiedlicher Wellenlänge reagieren. Fluoreszenzdruckfarben dienen zum Schutz und zur Identifizierung von fälschungsgefährdeten Dokumenten.

  • FM-Rastertechnik

    Siehe Frequenzmodulierter Raster.

  • FOGRA

    Die Forschungsgesellschaft Druck e.V., München, (FOGRA) verfolgt den Zweck, die Drucktechnik zu fördern. Dazu unterhält der Verein ein eigenes Institut mit über 50 Mitarbeitern. Zu den selbst gestellten Aufgaben der Organisation gehören Auftragsforschung, Entwicklung mit dem Schwerpunkt Hilfsmittel zur Qualitätskontrolle, Wissenstransfer über Schriftenreihen, Vorträge, Beratung, Seminare, Symposien und eine Literaturdatenbank, Mitarbeit in Normungsgremien sowie Gutachten in Streitfällen.

  • Folienkaschieren

    Andere Bezeichnung für Laminieren, das heißt, Überziehen von Dokumenten, Bucheinbänden etc. mit transparenter Folie.

  • Font

    Englischer Begriff für Schriftform. Ein Schrifttyp besitzt in der Regel mehrere Schriftformen in verschiedenen Strichstärken und Varianten.

  • Formatpapier

    Im Gegensatz zum Rollenpapier in einem bestimmten Format zugeschnittenes Papier.

  • Formsatz

    Textgestaltung, bei der die Zeilenlängen einem unregelmäßigen Verlauf folgen – etwa bestimmt durch ein freigestelltes Bild oder ein grafisches Element.

  • Fotosatz

    Erste Verfahren des Lichtsatzes, bei denen Schriftzeichen optisch von einer Vorlage (Negativ-Film, Bildschirm) auf einen Film übertragen wurden.

  • Freisteller

    Bilder von Objekten ohne Hintergrund.

  • Frequenzmodulierter Raster

    Verfahren zur Halbtonsimulation durch Rasterpunkte gleicher Größe, aber unterschiedlicher Abstände voneinander. Die Anzahl der Punkte, die in einem bestimmten Bereich liegen, bestimmen den Farbton. Qualitativ sehr hochwertig, erfordert aber bei Plattenkopie und Druck teilweise größere Sorgfalt und andere Arbeitsweisen. Vorteile: keine Moiré-Muster und bessere Darstellung der Details. Nachteil: Farbige Flächen können fleckig erscheinen.

  • Frontbeschnitt

    Werden wie bei Magazinen und Heften viele Blätter ineinander gelegt, ragen die inneren unweigerlich weiter vor als die äußeren. Um trotzdem eine gerade Kante zu erhalten, erfolgt ein so genannter Frontbeschnitt, der die Überhänge auf ein gleiches Maß bringt. Beim Frontbeschnitt muss bereits im Entwurf bedacht werden, dass bei der Rückendrahtheftung und vielen Blättern die innen liegenden Seiten stärker beschnitten werden als zum Beispiel der Umschlag.

  • Füllstoffe

    Als Zusatzstoffe für die Papierherstellung füllen Füllstoffe die Lücken zwischen den Papierfasern aus, verbessern die Opazität (Undurchsichtigkeit), den Weißgrad und auch die Glätte eines Papiers. Füllstoffe sind in der Regel Mineralstoffe wie Kaolin oder Kalziumkarbonat und werden meist dem flüssigen Papierrohstoff zugesetzt. Der Füllstoffgehalt im fertigen Papier kann bis zu 35 Prozent betragen.

  • Fußbeschnitt

    Beschnitt der Unterseite eines Buches.

  • Ganzseitenmontage

    Positionierung von Texten, Grafiken und Bildern auf einer Seite. Dabei erfolgt die Arbeit am Bildschirm. Die Ganzseite wird anschließend direkt auf einen Film ausgegeben. Eine manuelle Seitenmontage entfällt.

  • Gautschen

    Bei der Papierherstellung das Entwässern des Papiers durch Pressen, bei dem sich die Fasern zur Papierstruktur verbinden. Davon leitet sich ein alter Druckerbrauch ab, demzufolge Schriftsetzer und Drucker neue Kollegen nach deren Lehrzeit in einer humorvollen Zeremonie in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Die Kandidaten werden dazu in eine mit Wasser gefüllte Bütte getaucht oder auf einen großen nassen Schwamm gesetzt.

  • GCR – Unbuntaufbau

    Bei Grey Component Replacement (GCR) oder Grauanteilersetzung werden Grautöne anteilsmäßig aus genau berechneten Anteilen von Cyan, Magenta und Yellow, welche zusammen Grau ergeben, durch einen entsprechenden Anteil schwarzer Druckfarbe ersetzt. Dies geschieht vor allem in den neutralen Farbtönen und in den Graukomponenten von ungesättigten Farben. Durch dieses Verfahren können die benötigte Farbmenge reduziert und Farbverschiebungen vermieden werden.

  • Gesamtfarbauftrag

    Wird im Vierfarbdruck oder speziell im Offsetdruck verwendet und gibt die maximale Menge Druckfarbe (Tinte, Farbstoff) an, die zur Erzeugung (Reproduktion) der benötigten Farben benötigt wird.

  • Gestaltungsraster

    Ordnungssystem; Konstruktionssystem; Satzspiegel. Horizontales und vertikales Raster, in das alle Textblöcke, Abbildungen und Bilder angeordnet werden. Um Bilder, Tabellen und andere Gestaltungselemente nicht ziellos im Text zu verstreuen, ist es hilfreich, sich ein Gestaltungsraster anzulegen. Die Fläche wird dabei in imaginäre Felder aufgeteilt.

  • Gestrichene Papiere

    Papiersorten, die mit einer ein- oder beidseitigen pigmenthaltigen Masse (mindestens fünf Gramm pro Quadratmeter) beschichtet (bestrichen) wurden.

  • Gigabyte

    1.024 Megabyte, genau 1.073.741.824 Byte; Maßeinheit für die Größe eines Speichers. Giga kommt aus dem Griechischen (Gígas = Gigant, Angehöriger eines mythologischen Riesenvolkes). Abkürzung: GB, Gbyte; vergleiche Kilobyte, Terabyte, Petabyte, Nibble.

  • Gradation (auch Gammawert)

    Gibt etwa einer Fotografie oder einer in einem Computer gespeicherten elektronischen Darstellung an, in welcher Abstufung die Grauwerte des Originals wiedergegeben werden. Bei einer flachen Gradation gibt es viele Abstufungen zwischen Weiß und Schwarz, bei einer steilen Gradation entsprechend weniger bis hin zu reinem Schwarzweiß. Man spricht dabei auch von einer weichen bis harten Darstellung.

  • Grammatur

    Bei Papier das Gewicht pro Flächeneinheit, auch Flächengewicht genannt und in Gramm pro Quadratmeter gemessen. Die Grammaturen von Papier reichen von sieben bis etwa 225 Gramm pro Quadratmeter. Karton wiegt rund 150 bis 600 Gramm pro Quadratmeter. Pappe gibt es mit Grammaturen ab 225 Gramm pro Quadratmeter.

  • Graubalance

    Im Vierfarbendruck die Farbanteile (gemessen in Prozent der jeweiligen Vollfarbe), mit denen sich neutrales Grau erzielen lässt. Je nach der gewünschten Helligkeit weichen diese Anteile mehr oder weniger deutlich von den theoretisch zu erwartenden gleichen Anteilen ab. Insbesondere braucht man in vielen Fällen einen höheren Cyan-Anteil, Cyan-Überhang genannt.

  • Graupappe

    Benannt wegen grauer Färbung. Siehe auch Pappe.

  • Greifer

    Mechanische Klammern, die in Bogendruckmaschinen zum Transport der Papierbogen dienen. Greifer erfassen die einzelnen Bogen und führen sie dem Druckwerk zu. Dessen Walzen sind mit weiteren Greifern ausgestattet, welche die Bogen jeweils für die einzelnen Phasen des Druckvorgangs fixieren. In gleicher Weise erfolgt schließlich der Auswurf der fertig bedruckten Bogen.

  • Greiferrand

    Papierfläche, die nicht bedruckt werden kann, weil die Greifer der Druckmaschine an dieser Stelle das Papier festhalten (je nach Maschine etwa sieben bis 15 Millimeter).

  • Grundlinienraster

    In guten DTP-Satzprogrammen kann man beim Definieren der Seiteneigenschaften ein Grundlinienraster festlegen. Der Hauptnutzen dieses Rasters besteht darin, die Zeilen auf Vorder- und Rückseiten auf derselben Höhe zu halten (Register oder einer Registerhaltigkeit) – besonders bei dünneren Papiersorten behindert der versetzt durchscheinende Text der Rückseite sonst die Lesbarkeit.

  • Gummituch

    Das um einen Zylinder gespannte Gummituch ist das Kernelement des Offsetdrucks. Es überträgt das Druckbild von der Druckform auf das Papier. Vom Absetzen der Farbe auf das Gummituch stammt auch die englische Bezeichnung Offsetdruck (Absetzdruck). Das Drucken über ein Gummituch ergibt einen gleichmäßigen Flächendruck, der sogar das Bedrucken von raueren oder genarbten Papieren ermöglicht.

  • Gussgestrichen

    Gussgestrichene Papiere und Kartons bieten einen besonders starken Glanz. Er entsteht nicht durch Satinieren, sondern durch Walzen des feuchten (oder eigens angefeuchteten) Bedruckstoffes mit einem hochglanzpolierten, verchromten Trockenzylinder.

  • Gutenberg, Johannes

    Eigentlich Johann Gensfleisch, (geboren um 1397, gestorben 1468 in Mainz) war der Sohn des Mainzer Patriziers Friele Gensfleisch zur Laden. In der Zeit zwischen 1440 und 1450 erfand Gutenberg in Mainz oder Straßburg das „Drucken mit beweglichen Lettern“ – den Buchdruck. Grundlagen seiner Erfindung sind gegossene Drucktypen, ein dazu passendes Handgießinstrument und eine geeignete Metall-Legierung sowie eine Druckpresse. Gutenbergs Buchdruckkunst, die heute als Auslöser einer der größten Revolutionen der Geistesgeschichte gilt, verbreitete sich innerhalb weniger Jahre über die gesamte damals bekannte Welt.

  • Haarlinie

    Dünnste darstellbare Linie.

  • Halbton

    Farb- oder Graustufen-Bildformat, das im Gegensatz zu Tuschezeichnungen ständig variierende Tonwertabstufungen darstellen kann.

  • Halbtonvorlage

    Druckvorlagen mit mehr als einer Helligkeitsstufe bei den vorhandenen Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, das heißt in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.

  • Handfalzung

    Falzen eines Bogens von Hand mit dem Falzbein, einem flachen, glatten, etwa 15 Zentimeter langen Instrument aus Kunststoff. Nur spezielle Ausführungen in Kleinstauflagen werden noch von Hand gefalzt.

  • Hartpostpapiere

    Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand „hart“ klingen.

  • Hausschrift

    Im Rahmen des Corporate Design bestimmen Firmen oftmals eine besondere Schriftart für ihren Auftritt in der Öffentlichkeit. Ähnliches gilt für Verlage, die eine Standardschriftart für ihre Druckerzeugnisse wählen, um den Wiedererkennungswert dieser Produkte zu steigern. In beiden Fällen spricht man von einer Hausschrift des betreffenden Unternehmens.

  • Heften

    Bezeichnung für ein Bindeverfahren. Druckbogen oder Lagen werden in sich und untereinander durch Faden oder Draht zu einem Buchblock beziehungsweise einem Produkt verbunden.Hermann, CasparCaspar Hermann (geboren 9. März 1871 in Königsberg bei Cheb/Eger, gestorben 6. November 1934 in Mainz) war einer der Pioniere des Offsetdrucks. Nachdem Ira Washington Rubel 1904 die erste Offsetdruckmaschine herausgebracht hatte, baute Hermann erstmals 1904/1905 für die Harris Automation Press Company in Niles/Ohio Buchdruck-Rotationsmaschinen in Offsetdruckmaschinen um. In gleicher Weise entstanden ab 1907 die ersten deutschen Offsetdruckmaschinen. Von Hermann stammt auch die im selben Jahr in Deutschland patentierte weltweit erste Rollenoffset-Druckmaschine sowie 1922 das so genannte Satellitendrucksystem.

  • HKS-Farben

    Mischsystem für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.

  • Hochdruck (auch Buchdruck)

    Erhöhte Teile einer Druckform werden mit Druckfarbe eingefärbt und geben beim Druckvorgang einen Teil der Druckfarbe auf das zu bedruckende Material ab. Hierbei gibt es drei Varianten: Im Tiegel druckt eine Fläche gegen eine andere Fläche, in der Zylindermaschine ein Zylinder auf eine Fläche, und beim Rotationsdruck rollen zwei Zylinder gegeneinander ab. Als ältestes industrielles Druckverfahren wird der Hochdruck heute als Bogendruck für kleine Auflagen und Spezialarbeiten (Stanzen, Prägen, Perforieren, Nummerieren etc.) und mit abnehmender Tendenz auch noch für Zeitungen verwendet.

  • Hochglanzpapier

    Einseitig gussgestrichenes, nicht kalandriertes Papier.

  • Hologramm

    Dreidimensionales, durch Holographie erzeugtes Bild. Es entsteht nicht durch Fokussierung von Licht auf einem Bildwandler (fotografischer Film, optischer Sensor) durch ein Objektiv. Vielmehr wird das Interferenzbild aufgenommen, das durch Interaktion des von dem abzubildenden Objekt reflektierten Lichts mit einem Referenzstrahl der Lichtquelle entsteht. Dieses Verfahren erfordert äußerst kohärentes (im Gleichtakt schwingendes) Licht, wie es ein Laser erzeugt.

  • Holzfreies Papier

    Fälschliche Bezeichnung für Holzstoff freies Papier. Papier mit höchstens fünf Prozent (Gewichtsanteil) verholzten Fasern.

  • Holzhaltiges Papier

    Dieses Papier enthält zu mehr als fünf Prozent Massenanteil mechanisch aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff). Andernfalls nennt man das Papier holzfrei.

  • HTML (Hypertext Markup Language)

    Die Seitenbeschreibungssprache HTML dient zur Formatierung von Dokumenten für das World Wide Web im Internet. HTML ermöglicht Verknüpfungen zwischen Seiten sowie die Darstellung von multimedialen Daten im gesamten Internet. Mit Hilfe eines Browsers lassen sich HTML-Dokumente mit allen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen in gleicher Weise lesen. Als Besonderheit haben solche Seiten keine fest definierte Typografie. Schriftart und -größe stellt der Leser an seinem Bildschirm selbst ein.

  • HTTP (Hypertext Transfer Protocol)

    Im World Wide Web genutztes Protokoll zur Datenanforderung. HTTP basiert auf dem Netzwerk-Protokoll TCP/IP und organisiert die Kommunikation zwischen Internetserver und Browser. Dazu baut HTTP bei jeder Datenanforderung durch einen Browser eine neue Verbindung zum Server auf.

  • Hyperlink

    Text oder Grafiken, die mit einem anderen HTML-Dokument verbunden sind.

  • Hypertext

    Zusätzliche Funktionalität von elektronischen Dokumenten, die darin besteht, dass man sie über Sprungstellen (Links) untereinander verknüpfen kann. Ein solcher Link ist an ein beliebiges Objekt eines Dokuments gebunden und nimmt auf dessen Inhalt Bezug.In dem Konsortium ICC arbeiten Hersteller von Produkten für die Druckvorstufe zusammen, um das Farbmanagement – die geräteunabhängige Verarbeitung farbiger Darstellungen – zu fördern. Die Federführung hat die Fogra (Deutsche Forschungsgemeinschaft für Druck- und Reproduktionstechnik e. V., München).

  • Illustrator

    Grafik- und Zeichenprogramm von Adobe.

  • Image Control

    Die Komponente Image Control des Workflow-Konzepts Prinect der Heidelberger Druckmaschinen AG gilt als weltweit einziges System zur Qualitätssicherung im Druckprozess, das komplette Druckbogen spektralfotometrisch misst. Nach einem Vergleich der Messergebnisse mit den Werten des OK-Bogens gelangen errechnete Farbabweichungen zur Nachregelung der Farbzoneneinstellungen online an die Druckmaschine. Gegenüber einer Messung mit Druckkontrollstreifen wird hierbei mehr als die tausendfache Information verarbeitet.

  • Impressum

    Die nach den Pressegesetzen der Bundesländer vorgeschriebene Nennung von Verleger und Drucker von Druckerwerken, auch von Internetangeboten. In aller Regel enthält das Impressum auch noch weitere, zum Teil ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Angaben, etwa Namen verantwortlicher Redakteure, Anschrift der Redaktion sowie Information zu Werbemöglichkeiten in der Veröffentlichung und zum Vertrieb sowie ein Urheberrechtsvermerk.

  • In-App-Purchase (IAP)

    Der In-App-Purchase (IAP) erlaubt den Erwerb von zusätzlichem Content innerhalb einer App. In der Regel handelt es sich dabei um Zusatzpakete, bei Spielen etwa neue Levels, bei Malprogrammen neue Vorlagen etc. Im Tablet Publishing wird über den In-App-Purchase der Kauf von Inhalt angeboten. Üblicherweise bieten Verlage ihre Kiosk App kostenlos an, um anschließend über den IAP Einzelausgaben zu vertreiben.

  • InDesign

    Programm von Adobe für Layout und Satz am Computer, vergleichbar mit dem bekannten Quark Xpress. InDesign ist sowohl für Windows als auch für Macintosh erhältlich.

  • Inkjet (englisch Tintenstrahl)

    Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe – zumeist Tinte – in Form kleinster Tropfen aus Düsen auf die zu bedruckende Oberfläche aufgebracht wird. Der Farbausstoß arbeitet dabei piezoelektrisch oder thermisch. Farb-Inkjet-Drucker arbeiten heute mit bis zu sechs Farben und weit über hundert einzelnen Düsen. Sie erreichen heute je nach Verfahren die Qualität hochwertigen Vierfarbdrucks.

  • Inkjet-Papier

    Als oberflächenveredelte Papiersorte muss Inkjet-Papier die Tinte schnell aufnehmen, die durch einen Tintendrucker (Inkjet-Drucker) in hoher Frequenz in Form winziger Tropfen auf das Papier geschleudert werden. Dabei darf die Tinte nicht verlaufen.

  • Inline-Verarbeitung

    In der Druckindustrie spricht man von Inline-Verarbeitung, wenn der Prozess direkt in der Druckmaschine stattfindet oder die für den Arbeitsschritt erforderlichen Module fest mit der Druckmaschine verkettet sind. Dies kann zum Beispiel bei Geräten fürs Lackieren, Falzen, Heften oder zur Qualitätskontrolle der Fall sein.

  • Interface

    Das Übergangs- beziehungsweise Verbindungsstück, durch das Datenaustausch zwischen zwei Bereichen stattfindet. Dabei ist es unerheblich, ob Hardware, Software oder andere Bereiche gemeint sind oder ob zwischen Bereichen gleicher oder unterschiedlicher Kategorie Daten ausgetauscht werden. Es kann ein Stecker, eine Leitung gemeint sein, die Rechner und Modem (modem) verbindet, ein Software-Modul, das Textverarbeitung mit Tabellenkalkulation verbindet, oder auch die Tastatur, die eine Schnittstelle zwischen Mensch und Computer darstellt.

  • Interpreter

    Bei der Umwandlung von PostScript-Dateien bestimmt das verwendete Ausgabegerät, ob der Interpreter (RIP) aus der Seitenbeschreibung ein Rasterformat oder vektororientierte Grafikformate erzeugt. Neben der Umwandlung kommen dem RIP noch weitere Aufgaben wie die Kommunikation zwischen Drucker und Computer sowie die Steuerung und Verwaltung des Druckers zu. Damit stellt der Interpreter alle für die Druckausgabe notwendigen Ein- und Ausgabefunktionen des Druckers bereit.

  • Irrationale Rasterwinkel

    Irrationale Rasterung, Rauschen; Verfahren zur Erzeugung optimaler Winkelungen der Raster für den Vierfarbendruck. Oder: Im Zusammenhang mit dem Scannen bezeichnet dies zufällig verteilte, fehlerhaft gelesene Pixelwerte, in der Regel aufgrund von elektrischen Störungen oder Instabilität des Gerätes.Verfahren zur einheitlichen digitalen Übertragung von Sprache und Daten im Telefon-Ortsnetz, wobei dem Benutzer mehr Funktionen zur Verfügung stehen als bei einem herkömmlichen analogen Anschluss. In Europa hat ein normaler ISDN-Anschluss zwei Datenkanäle mit einer Übertragungsleistung von jeweils 64 Kbit/s und einen Steuerkanal mit 16 Kbit/s. Bei Bedarf lassen sich weitere Kanäle anschließen und auch zu höheren Übertragungskapazitäten bündeln.

  • ISO (International Standardisation Organisation)

    Der weltweit operierenden Normungsgesellschaft mit Sitz in Genf gehören zahlreiche Staaten an. Deutschland ist durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) vertreten. Die Gemeinschaft hat die Aufgabe, Normen auf allen Gebieten der Technik – mit Ausnahme der Elektrotechnik – zu entwickeln beziehungsweise einander anzugleichen.

  • IT (Information Technology)

    IT (Information Technology)

  • Japanpapiere

    Aus einheimischen Faserstoffen hergestelltes japanisches Papier. Für echtes Japanpapier, Washi (von wa = Japan und shi = Papier) genannt, verwendet man bevorzugt die Pflanzen Kozo, Mitsumata, Gampi und Kuwakawa (Maulbeerbaum).

  • JDF (Job Definition Format)

    Aus einer Initiative der Heidelberger Druckmaschinen AG, Adobe Systems, MAN Roland und Agfa hervorgegangen und jetzt von der Branchenvereinigung CIP4 unterstützt, ist JDF als datentechnische Grundlage für die herstellerunabhängige Integration von Druckprozessen bestimmt. JDF basiert auf der Formatierungssprache XML und umfasst eine Definition für die Beschreibung von Druckaufträgen (Job Tickets) sowie ein Nachrichtenformat und ein zugehöriges Übermittlungsprotokoll.

  • Job Ticket

    Digitale „Auftragstasche“ im Arbeitsablauf der Druckvorstufe. Es nimmt Anweisungen zum Ausschießen, Über-/Unterfüllen und OPI sowie Ausgabeparameter oder Informationen für Druck und Finishing auf.

  • JPEG

    Von der Joint Photographic Experts Group entwickeltes Verfahren zur Komprimierung von Bilddaten in der RGB-Darstellung, das die Dateigrößen um bis zu 95 Prozent verringern kann. Es arbeitet mit Verlusten an Bildinformation, dabei kann man den Verdichtungsgrad so wählen, dass diese Störungen noch akzeptabel bleiben. JPEG ist lizenzfrei und international genormt (ISO 10918). Es arbeitet mit dem Verfahren „Diskrete Cosinus-Transformation“ (DCT), wobei jeweils Bildausschnitte von 64 Punkten verarbeitet werden.

  • JPG

    Bei Windows-Rechnern übliche Endung des Dateinamens bei Dateien, die nach dem JPEG-Verfahren komprimierte Bilder enthalten.

  • Kalibrierung

    Abgleich von Geräten auf korrekte Funktion. In der Druckvorstufe dient die Kalibrierung von Ein- und Ausgabegeräten – Monitore, Scanner, Belichter unter anderem – vor allem dazu, ihre Farbdarstellung zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

  • Karbonieren

    Wenn in einem Stapel von bedrucktem Material durch Druck Farbe von einer Oberfläche auf die benachbarte Oberfläche übertragen wird. Dies kann zum Beispiel in einer Schneidemaschine durch den Pressbalken geschehen.

  • Karton

    Liegt im Flächengewicht zwischen Papier und Pappe. Man unterscheidet einlagigen und mehrlagigen Karton.

  • Kiosk-App

    Eine Kiosk-App oder Multi-Issue-App erlaubt es, mehrere einzelne Ausgaben in einer App zu veröffentlichen. Diese bietet sich nicht nur für verschiedene Ausgaben von Periodika an, sondern erlaubt es auch, verschiedene Themengebiete in einer App abzubilden. Unternehmen etwa können in einer Kiosk- / Multi-Issue-App unterschiedlichste, firmenbezogene Dokumente wie Geschäftsberichte, Verkaufsunterlagen & Handbücher innerhalb einer App anbieten.

  • Klebebindung

    Bindeverfahren mit fadenlosen Klebstoffen, bei denen der Buchblock aus einzelnen Blättern besteht. Bei der Blockklebebindung wird der feststehende Buchblock, bei der Fächerklebebindung (Lumbeck-Verfahren) der nach beiden Seiten aufgefächerte Buchblock klebegebunden.

  • Komplementärfarben (Gegen- oder Ergänzungsfarben)

    Farben, die sich auf dem Farbenkreis gegenüberstehen, nennt man Komplementärfarben. Mischt man komplementäre Lichtfarben RGB-Farben additiv, wird das Farblicht summiert und sie ergänzen sich zu Weiß. Bei subtraktiver Mischung der Körperfarben beziehungsweise CMYK-Farben, erhält man ein dunkles Grau bis Schwarz, das heißt der Lichtgehalt der Farbe nimmt ab.

  • Kontrollstreifen

    Analoge und digitale Kontrollstreifen bilden die Grundlage für eine effektive Qualitätskontrolle in Reproduktion und Druck. Sie sind Teil eines umfassenden Systems zur Qualitätssicherung. Für den Druckprozess gibt es eine Vielzahl von Kontrollstreifen, als Beispiel sind erwähnt: Der Medienkeil für Proof und Druck, der digitale Plattenkeil zur Kontrolle der Druckplatten, der digitale Druckkontrollstreifen zur Kontrolle des Fortdrucks etc.

  • Konvertierung

    Die Überführung einer Datei von einem Dateiformat in ein anderes.

  • Körperfarben

    Strahlt weißes Licht auf einen Körper, der einen Teil des Spektrums remittiert, den anderen absorbiert, so besitzt das remittierende Licht eine andere Spektralverteilung als das aufgestrahlte. Der Körper erscheint uns farbig. Solche farbgebenden Substanzen nennt man Körperfarben. Als Körperfarben werden nicht selbst leuchtende Farben bezeichnet. Sie entstehen erst durch die Beleuchtung eines Körpers durch Absorption oder Reflexion des auffallenden Lichtes.KompatibilitätZueinanderpassen, Verträglichkeit, technisch funktionelle Harmonie, Datenformat-Gleichheit.

  • Korrekturzeichen

    Für die Korrektur von Texten haben sich im Druckgewerbe bestimmte Zeichen und zugehörige Regeln eingebürgert, die schließlich unter der Bezeichnung DIN 16 511 auch zur verbindlichen Norm erhoben wurden.

  • Kraftpapier (auch Natronpapier)

    Wird zu mindestens 90 Prozent aus frischem, in der Regel ungebleichtem Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff) hergestellt. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Beständigkeit aus.

  • Kreuzfalz

    Sie kann mit Schwertfalz- oder Taschenfalzmaschinen erzeugt werden. Dabei werden die Druckbogen mehrere Male im Winkel von 90 Grad zueinander gefalzt. Dadurch entstehen mehrseitige Produkte. Es wird stets die längere Bogenseite gefalzt. Je nachdem, wie oft dieser Vorgang wiederholt wird, spricht man von Ein-, Zwei-, Drei- und Vierbruchfalzung.

  • Kunstdruck

    Bogenoffsetdruck in hoher Qualität auf hochwertiges Papier. Kommt bei der Produktion von aufwendigen Bildbänden zur Anwendung.

  • Kunstdruckpapier

    Hochwertiges, beidseitig aufwendig gestrichenes (beschichtetes) Papier für anspruchsvolle, farbige Druckarbeiten. Es hat eine meist glänzende, sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche; es gibt aber auch matte und halbmatte Qualitäten. Auf Kunstdruckpapier lassen sich Bilder mit feinstem Raster im Hoch- oder Offsetdruck wiedergeben.

  • Lackieren

    Aufbringen einer farblosen, glänzend oder matt trocknenden Lackschicht als letzte Druckphase, entweder als Drucklack durch die Druckmaschine oder als Dispersionslack auf wässriger Basis durch ein eigenes Drucklackwerk. Lackieren verbessert das Aussehen eines Druckprodukts und erhöht besonders bei mattem Papier die Abriebfestigkeit der Druckfarben.

  • Laminieren

    In der Druckweiterverarbeitung zählt das Laminieren, auch Folienkaschieren genannt, zu den Veredelungsverfahren, die dem Schutz und einer erhöhten Attraktivität des Druckerzeugnisses dienen. Dabei erhalten Drucke, Einbände etc. eine durchsichtige Schutzfolie (zumeist aus Polyester). Im Alltag findet man laminierte Materialien häufig bei Getränke- und Speisekarten. Bei Flüssigkeitsverpackungen verwendet die Industrie Folien, die auch das Aroma des Produkts schützen.

  • LAN (Local Area Network)

    Netzwerk, dessen Ausdehnung in der Regel auf zehn Kilometer begrenzt ist.

  • Laserbelichter

    Ausgabeeinheit, bei der ein von einer Laserlichtquelle erzeugter Lichtstrahl über Optik und/oder Spiegel auf ein fotosensitives Material gelenkt wird; durch vorgeschaltete, mit der Ablenkeinheit zeitlich koordinierte An-/Aus-Schalter werden einzelne Punkte (Spots) erzeugt; der Zusammenhang der Punkte wird von einem Programm beziehungsweise einer Seitenbeschreibungssprache und dem Treiber des Laserbelichters gesteuert.

  • Laserdrucker

    Arbeitet mit einer sich drehenden Trommel, deren Oberfläche bei Lichteinfall leitfähig wird. Diese Trommeloberfläche wird zunächst elektrisch aufgeladen. Dann schreibt ein Laser-Lichtstrahl über ein rotierendes Spiegelrad die Druckinformation zeilenweise auf die Trommel. Dort, wo Licht auf die Trommeloberfläche trifft, wird sie entladen. Anschließend aufgebrachtes Farbpulver haftet dadurch nur an den unbeleuchteten Stellen. Auf Papier übertragen und durch Wärme fixiert, erzeugt es das gewünschte Druckbild.

  • Laserdruckpapier

    Dient zur Verwendung im Laserdrucker. Es hat eine gleichmäßige, speziell präparierte Oberfläche für eine höchstmögliche Tonerhaftung und zur sofortigen elektrischen Entladung im Laserdrucker.

  • Laufrichtung

    Richtung, in der Papier durch die Papiermaschine läuft. Dies ist in der Regel auch die bevorzugte Faserrichtung im Papier, und in dieser Richtung ist es meist steifer und dimensionsstabiler. Auf Bogenpaketen ist die Laufrichtung des Papiers oft durch einen Pfeil gekennzeichnet.

  • Layout

    Entwurf, nach dem ein Druckerzeugnis gestaltet wird. Dazu gehören das Aussehen und die Anordnung von Texten, Bildern und anderen grafischen Elementen sowie die Typografie. Auch der Vorgang der grafischen Gestaltung von Druckerzeugnissen selbst wird als Layout bezeichnet.

  • Leim

    Dient dazu, Papier beschreibbar zu machen und besondere Eigenschaften zu erzielen. Meist wird der Leim der Papiermasse bereits vor der Verarbeitung beigegeben (Stoffleimung), für spezielle Papiersorten gibt es jedoch auch eine nachträgliche Oberflächenleimung innerhalb der Trockenpartie der Papiermaschine.

  • Leporellofalzung

    Fortlaufende parallele Falzung von Broschüren und ähnlichen Druckerzeugnissen nach Art einer Handharmonika, bei der die Falzung abwechselnd nach vorn und hinten erfolgt. Der Begriff leitet sich von einer Liste der Geliebten von Don Juan in Mozarts Oper „Don Giovanni“ ab, die dessen Diener Leporello anlegte.

  • Lichtechtheit

    Unempfindlichkeit von Farben – speziell auch von Druckfarben – gegenüber dem Einfluss von Licht des natürlichen Sonnenspektrums. Nach der Norm DIN 54003/4 sind in der so genannten Wollskala acht Stufen von „sehr gering“ bis „hervorragend“ definiert. Stufe drei – mäßig lichtecht – bedeutet etwa, dass man die Farbe im Sommer vier bis acht Tage und im Winter zwei bis vier Wochen lang dem Tageslicht aussetzen kann, ohne dass eine merkliche Ausbleichung eintritt.

  • Lichter

    Hellste Töne eines Bildes.

  • Lumbeck-Verfahren

    Fadenlose Klebebindung für Broschüren, Bücher etc. Der Bund des Buchblocks wird geschnitten, sodass einzelne Blätter entstehen. Nach Einklemmen des Buchblocks wird der herausragende Bund nach einer Seite aufgefächert und mit Klebstoff bestrichen. Der Vorgang wiederholt sich beim Auffächern des Blocks zur anderen Seite. Benannt ist das Verfahren nach dem Buchbindermeister Emil Lumbeck (1886 bis 1979).

  • Magazinpapier

    Diese auch Illustrationsdruckpapier genannte Papierart ist ungestrichenes, meist holzhaltiges, satiniertes Papier mit Füllstoffen, das sich besonders gut zur Wiedergabe von Bildvorlagen eignet. Es findet vor allem für im Tiefdruck hergestellte Zeitschriften Verwendung.

  • Magnetische Druckfarben

    Reagieren auf Magnetfelder. Mit Hilfe entsprechender Sensoren lassen sie sich zum Beispiel zur maschinellen Identifikation von Etiketten einsetzen.

  • Makulatur

    Fehlerhafte Drucke. Im weiteren Sinn bezeichnet man daneben sämtliche Papierabfälle in Druckbetrieben als Makulaturen: schadhaftes Papier, beim Einrichten von Druckmaschinen anfallendes Vorlaufpapier, Verpackungsmaterial sowie überzählige Druckerzeugnisse und Remittenden (Rücklieferungen).

  • Marginalie

    Randbemerkungen in Form von Texten und Bildern, die außerhalb des Satzspiegels auf dem Randsteg einer Druckseite angeordnet sind. Marginalien findet man vor allem in Büchern, die dafür geeignete, entsprechend breite Randstege besitzen.

  • Maschinen-Proof (auch Andruck)

    Dient dazu, das Druckergebnis als Resultat des gesamten Produktionsprozesses zu überprüfen. Es handelt sich hierbei um das aufwändigste Kontrollinstrument für den Druckprozess. Sein größter Vorteil liegt darin, dass es unabhängig vom vorangegangenen Preprint-Prozess einen wirklichkeitsnahen Eindruck vom Druckergebnis liefert. Dem späteren Druckergebnis kommen Maschinen-Proofs am nächsten, wenn man sie mit dem originalen, auch für den späteren Drucklauf verwendeten Papier anfertigt.

  • Maschinenglatt

    Papier mit einer Oberflächenglätte, die mit den Mitteln der Papiermaschine erzielt wird. Eine darüber hinausgehende Glätte erreicht man unter anderem durch Satinieren.

  • Mattpostpapier

    Meist holzfreies, vorwiegend weißes Naturpapier mit und ohne Wasserzeichen, das vornehmlich im Büro verwendet wird.

  • Mediamix

    Einsatz verschiedener Medien, wie Fernsehen, Funk, Internet, Zeitung oder Fachzeitschriften, für Marketing- und Werbezwecke. Mit dem „richtigen Mix“ soll die ins Auge gefasste Zielgruppe optimal angesprochen werden.

  • MegaByte

    Ein MegaByte entspricht 1.024 KiloByte.

  • Mehrzylindermaschine

    Als besondere Bauart von Flexodruckmaschinen hat die Mehrzylindermaschine vier oder sechs Farbwerke, von denen je zwei beziehungsweise drei an jeder Seite eines Druckwerkständers übereinander angebracht sind. Eine Druckmaschine dieser Art kann die zur Verfügung stehenden vier oder sechs Farben in beliebiger Kombination auf der Vorder- und Rückseite der Materialbahn drucken. Die Arbeitsbreiten liegen je nach Maschinentyp meist zwischen 25 und 250 Zentimeter.

  • Miniaturbuch

    Bücher, deren Einband nicht höher und breiter als jeweils 7,6 Zentimeter (drei Zoll) ist (andere Definitionen beziehen sich auf die Seitengröße oder den Satzspiegel). Eines der frühesten bekannten gedruckten Miniaturbücher aus der Nachinkunabelzeit ist das von Lucantonio Giunta in Venedig am 4. Mai 1506 herausgegebene Stundenbuch „Officium Beatae Mariae Virginis secundum consuetudine romane curie“. Es misst 7,2 x 5,1 Zentimeter in der Höhe und Breite, ist auf Pergament gedruckt und enthält illuminierte ganzseitige Holzschnitte.

  • Mittelfein

    Papiere, die mehr als fünf Prozent mechanisch gewonnene Holzfasern (Holzstoff) enthalten. Diese Bezeichnung wird überwiegend bei Naturpapieren verwendet. Bei gestrichenen Papieren spricht man eher von fast holzfrei.

  • Multi-Channel-Publishing

    Multi-Channel-Publishing bezeichnet die Verbreitung von Inhalten in verschiedene Kanäle. Neben dem Kanal “Print“ also auch ins Web, auf mobile Endgeräte oder in die Social Media Kanäle. Um dabei möglichst effizient zu arbeiten, ist es sinnvoll sich einer Datenquelle zu bedienen, mit der man zentral die verschiedenen Kanäle speisen kann. Dies gelingt mit Multi-Channel-Publishing-Systemen wie etwa vom Hersteller WoodWing. Durch zentrale Datenverwaltung, definierte Workflows und direkte Ausgabe durch verschiedenste Schnittstellen lassen sich Publikationskanäle sicher und effizient mit Inhalten beliefern.

  • Multi-Issue-App

    Eine Kiosk-App oder Multi-Issue-App erlaubt es, mehrere einzelne Ausgaben in einer App zu veröffentlichen. Diese bietet sich nicht nur für verschiedene Ausgaben von Periodika an, sondern erlaubt es auch, verschiedene Themengebiete in einer App abzubilden. Unternehmen etwa können in einer Kiosk- / Multi-Issue-App unterschiedlichste, firmenbezogene Dokumente wie Geschäftsberichte, Verkaufsunterlagen & Handbücher innerhalb einer App anbieten.

  • Multimedia

    Elektronisch gespeicherte, übertragene und dargestellte Medienprodukte und -dienstleistungen. Wichtigste Merkmale sind dabei der gemeinsame Einsatz verschiedener statischer und dynamischer Medientypen sowie im zweiten Schritt die Möglichkeit des Rezipienten, die Inhalte interaktiv zu nutzen. Dies setzt Datenübertragung zwischen dem Inhaltsangebot und dem Nutzer in beiden Richtungen voraus. Die Video-Komponente multimedialer Angebote ist mit großen Datenmengen verbunden, die entsprechend hohe Übertragungsraten erfordern.

  • Musterseiten

    Auf ihr werden Elemente platziert, welche auf jeder Dokumentseite vorhanden sein sollten; in der Regel Kopfzeilen, Fußzeilen und Seitenpaginas.

  • Nass-auf-Trocken-Druck (N-a-T-Druck)

    Mehrfarbiger Druck, bei dem die vorhergehende Druckfarbe bereits getrocknet ist, bevor die folgende gedruckt wird. Beispiel: Farbdruck auf einer Einfarben-Druckmaschine.

  • Nass-in-Nass-Druck (N-i-N-Druck)

    Druck in Mehrfarbendruckmaschinen mit zwei oder mehr Farben. Die zweite Farbe und weitere Farben werden dabei gedruckt, ehe die vorherigen getrocknet sind.

  • Nassfestes Papier

    Besitzt selbst in nassem Zustand eine gewisse Reißfestigkeit. Man erzielt diese Eigenschaft durch spezielle Zusätze in der Faserstoffmischung des Papiers. Sind die Zusatzstoffe zusätzlich alkalibeständig, erhält man laugenfestes Papier.

  • Nassklebe-Etiketten

    Werden in durchfeuchtetem Zustand verarbeitet und müssen daher ausreichend nassfest sein, das heißt im nassen Zustand mechanischen Belastungen widerstehen. Man setzt Nassklebe-Etiketten in erster Linie für Flaschen ein.

  • Naturpapier

    Hat im Gegensatz zu gestrichenem Papier keinen Strichauftrag. Man bezeichnet es auch als ungestrichenes Papier.

  • Network

    Jede Gruppe von Computern, die miteinander kommunizieren und auch vorhandene Ressourcen (zum Beispiel Drucker) gemeinsam nutzen können.

  • Normfarbraum

    Mathematisches Modell zur objektiven Bestimmung der Farbintensität der jeweiligen spektralen Anteile und seiner Helligkeit.

  • Normfarbwerte

    Das Auge besitzt drei Arten von Empfängern (Zäpfchen) auf der Netzhaut. Diese unterscheiden sich in ihrer spektralen Empfindlichkeit. Während eine Art auf Rotorange (x) besonders empfindlich reagiert, besitzt die zweite Art für Grün (y) und die dritte Art für Blau (z) eine größere Empfindlichkeit. Damit können dem Auge Normspektralwertfunktionen zugeordnet werden. Auf diesen Normalspektralwertfunktionen beruht das CIELab-System.

  • OEB (Open E-Book)

    Initiative zur Förderung von elektronischen Büchern durch die Definition eines Standards für das Datenformat der von ihnen zum Lesen sichtbar gemachten Texte. Unter dem Namen Open E-Book Publication Structure veröffentliche das Herstellergremium Open E-Book Authoring Group im September 1999 eine erste Norm dieser Art. Mit ihr sollen verschiedene E-Book-Typen gleichermaßen lesbar gemacht werden. Als technische Basis für die Spezifikation dienen die Formatierungssprachen HTML und XML.

  • Offsetdruck

    Als Flachdruckverfahren basiert der Offsetdruck auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten von druckenden und nicht druckenden Bereichen der Druckform. Beim Drucken nehmen die lipophilen (ölfreundlichen) Bildstellen die ölartige Druckfarbe an, die bildfreien hydrophilen Stellen stoßen sie ab. Der Offsetdruck arbeitet indirekt: Die Druckform überträgt das Druckbild auf einen Gummizylinder, der seinerseits das Papier beziehungsweise anderes Material bedruckt. Man unterscheidet Bogenoffset- und Rollenoffsetdruck. Ersterer verwendet Papierbogen, letzterer Papierrollen als Rohmaterial.

  • Offsetpapier

    Holzfreie und holzhaltige Naturpapiere sowie ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung, die sich für die Verarbeitung im Offsetdruck eignen.

  • Opazität

    Grad der Lichtundurchlässigkeit von Papier. Beidseitig bedrucktes Papier sollte eine möglichst hohe Opazität besitzen. Ein höherer Holzanteil im Papier sowie Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd steigern die Opazität.

  • Ozalid-Kopie

    Als Kontrollmittel für Vollständigkeit, Position und Inhalt von Druckvorlagen (Proof) dienten lange Zeit Kopien mit Lichtpauspapier, Blaupausen oder nach dem Markennamen des Papiers Ozalid-Kopien genannt. Die Grundlage dafür bildet das 1917 patentierte Diazotypie-Verfahren des Benediktiner-Paters Gustav Kögel (geboren 1882 in München, gestorben 1945 in Karlsruhe).

  • Page View

    Einheit zur Messung der Seitenaufrufe einer Website oder, bei der Sichtkontakte beliebiger Benutzer mit einer meist werbeführenden HTML-Seite gezählt werden (vergleiche Visit).

  • Pagina

    Fachausdruck für Seitenzahl in Werken, Zeitschriften.

  • Paginierung

    Ein Schriftwerk zu paginieren heißt, seine Seiten durchzunummerieren; versehen mit Seitenzahlen. Auch: in Seiten einteilen.

  • Pantone-Farben

    Folgen einem weltweit genutzten System von Standardfarben, das die Firma Pantone, Inc. 1963 für die Ptintmedien-Industrie einführte. Das System lieferte als Referenz 512 Farbtöne, die aus acht Grundfarben, Schwarz und Weiß gemischt wurden, auf gestrichenem und ungestrichenem Papier gedruckt. Heute sind über 1.100 Pantone-Farben auf einer breiten Palette von Papieren verfügbar.

  • Pappe

    Flächiger Werkstoff aus meist einheitlichen Faserstoffschichten ab 225 Gramm pro Quadratmeter.

  • Papyrus

    Beschreibstoff, der aus der Papyrusstaude, einem schilfartigen Sumpfgewächs hergestellt wurde. Die Stengel der Staude wurden in Streifen geschnitten, kreuzweise übereinander gelegt und dann gepresst, gehämmert, geglättet und getrocknet. Papyrus lässt sich als Beschreibstoff in Ägypten seit Anfang des 3. Jahrtausends vor Christus nachweisen. Die Herstellung wurde in Ägypten fabrikmäßig betrieben, sodass die ganze antike Kulturwelt beliefert werden konnte. Ab dem 2. Jahrhundert nach Christus wurde der Papyrus allmählich vom Pergament verdrängt, mit dem 10. Jahrhundert begann der Siegeszug des Papiers.

  • Parallelmittenfalz

    Falzart, bei der das Falzprodukt in jeder Tasche der Taschenfalzmaschine auf die Hälfte der jeweiligen Einlauflänge gefalzt wird. Es erfolgt also eine fortgesetzte Halbierung durch parallele Falzbrüche.

  • Passergenauigkeit

    Beim Übereinanderdruck von mehreren Druckfarben. Bei einem mehrfarbigen Druckobjekt kann es vorkommen, dass die Farben außerhalb der Passung gedruckt werden und so zu kleinen Farbverschiebungen oder Lücken zwischen aneinander grenzenden Farbbereichen führen (Blitzer).

  • PDF (Portable Dokument Format)

    Dieses Datenformat dient zum Austausch und zur Verarbeitung elektronisch gespeicherter, formatierter Dokumente mit Text und Bild unabhängig von der verwendeten Hard- und Software. Als Besonderheit sind Texte und Grafiken in Vektor-Form gespeichert, sodass die Auflösung ihrer Darstellung nur von dem Ausgabegerät (Bildschirm, Drucker) abhängt.

  • Pergament

    Präparierte Tierhaut.Pergamentpapier (auch Echt-Pergament)Kochfestes, fett- und wasserdichtes Papier. Seinen Namen hat dieses Papier vom ursprünglichen Pergament, das aus Tierhaut durch Enthaaren, Trocknen und Glätten hergestellt wurde. Das Ausgangsprodukt von Pergamentpapier ist ein saugfähiges Rohpapier, das man in einem Schwefelsäurebad behandelt, um die Oberflächen abzudichten. Das Papier dient vor allem zum Verpacken von Fettprodukten (Butter, Margarine).

  • Pergamin

    Aus fein gemahlenem Zellstoff hergestellte, weitgehend fettdichte, aber nicht nassfeste Papiersorte. Sie ist stark satiniert und dadurch relativ transparent.

  • Periodika

    Satz- und Druckaufträge, die sich unter einem bestimmten Titel wiederholen und stets eine ähnliche Aufmachung haben.

  • Perlglanzfarben (auch Iriodinfarben)

    Sie enthalten Partikel aus Glimmer (schichtförmig aufgebaute Aluminiumsilikate). Durch das Zusammenspiel von Transparenz, Reflexion und Interferenz erzeugen diese feinen Plättchen verschiedene, mit Farbwechsel verbundene Glanzeffekte, die je nach Größe der Glimmerteilchen von seidenmatt bis glitzernd erscheinen. Perlglanzfarben dienen unter anderem als Sicherheitselement bei Banknoten.

  • Personalisiertes Drucken

    Verfahren, mit denen die einzelnen Exemplare eines Drucklaufes zu gewissen Teilen individuelle Aufdrucke erhalten. Personalisiertes Drucken setzt zumindest für die individuellen Aufdrucke ein digitales Druckverfahren voraus, bei dem die Druckdaten zwischen einzelnen gedruckten Exemplaren wechseln können. Eine häufige Anwendung des Verfahrens ist das Adressieren von Druckerzeugnissen und die persönliche Anrede des Adressaten.

  • Photopolymerplatten

    Mit flexiblem Trägermaterial eignen sie sich ausgezeichnet für den Einsatz in einer Rotationspresse, so dass solche Platten vielerorts die Stereotypen verdrängt haben.

  • Photoshop

    Das Programm Photoshop von Adobe Systems Inc. gilt als die führende Software zur digitalen Bildbearbeitung im Desktop-Publishing-Umfeld. Es ist für Macintosh-Rechner und für Windows-PCs erhältlich.

  • PIM (Produktinformationsmanagement)

    Unter Produktinformationsmanagement (auch PIM oder engl. Product Information Management) versteht man die Bereitstellung von Produktinformationen für den Einsatz in verschiedenen Ausgabemedien beziehungsweise Vertriebskanälen sowie für unterschiedliche Standorte. Voraussetzung dafür ist die medienneutrale Verwaltung, Pflege und Modifikation der Produktinformationen in einem zentralen System, um jeden Kanal ohne großen Ressourcenaufwand mit konsistenten akkuraten Informationen beliefern zu können.

  • Pixel (Picture Element)

    Im Computerbereich die Bezeichnung für einen Bildpunkt, das heißt die kleinste Einheit eines digital dargestellten Bildes. Der Speicherbedarf eines aus Pixeln bestehenden Bildes richtet sich nach seiner Größe, seiner Auflösung, das heißt der Anzahl der Pixel pro Flächeneinheit, und der Anzahl darstellbarer Farben.

  • Pixelformat

    Format für die Speicherung von Bilddaten, bei dem jeder Bildpunkt im Rahmen der gegebenen Auflösung durch entsprechende Daten repräsentiert wird. Bildverarbeitungsprogramme wie Photoshop verwenden das Pixelformat; das meistverwendete ist TIFF (Tagged Image File Format). Das Pixelformat eignet sich vor allem für Realbilder, je nach Bildqualität ist sein Speicherbedarf aber sehr hoch.

  • Pixelgrafik

    In einzelne Bildpunkte (Pixel) aufgelöste Grafik oder Bild.

  • Plakatpapier

    Plakatpapier (auch „Affichenpapier“) ist Naturpapier mit speziellen Eigenschaften, die das Einweichen vor der Plakatierung und das Kleben erlauben und Witterungsbeständigkeit bringen: holzfrei, nassfest, vollgeleimt sowie bedruckt und gefaltet begrenzte Zeit im Wasser lagerungsfähig.

  • Planlage

    Fachbegriff für glatt liegendes Papier.

  • Planschneider

    Sammelbegriff für Schneidemaschinen zum Schneiden von Papierbogen, Papierstapeln oder Papierblocks in unterschiedlichster Form. Meist in Papierfabriken zur einfachen Unterscheidung zu den Rollenschneidern verwendeter Begriff.

  • Plattenkennlinie

    Eine Kombination digitaler Daten aus unterschiedlichen Anwendungsprogrammen mit variablen RIP- und Ausgabegerät-Parametern, diversen Druckplattentypen und Entwicklungsbedingungen. Mit einem geeigneten Kontrollkeil wird die Plattenkennlinie beim Installieren oder Wechseln des Plattentyps erstellt.

  • Pop-up-Werbung

    Als unvermittelt auf dem Bildschirm erscheinendes Fenster gehört die Pop-up-Werbung zu den Werbemitteln von Internet-Angeboten. Die Werbung wird in ein neues Browserfenster geladen, das sich beim Aufruf einer Internet-Seite automatisch öffnet und gegebenenfalls auch einen Teil des Inhalts verdeckt.

  • Postpress

    Sammelbegriff für alle Verarbeitungsschritte an Druck-Erzeugnissen nach dem eigentlichen Druckvorgang, zum Beispiel falzen, binden, beschneiden, verpacken.

  • Postprint

    Unter dem englischen Begriff Postprint fasst man alternativ zum deutschen Wort „Weiterverarbeitung“ die Arbeitsgänge zusammen, die nach dem Druckvorgang zu dem fertigen Druck-Erzeugnis führen.

  • PostScript

    Postscript ist eine von dem Softwarehersteller Adobe Systems Inc. entwickelte Seitenbeschreibungssprache, die sich in der digitalen Druckvorstufe als Quasi-Standard durchgesetzt hat. Sie beschreibt Dokumente weitgehend geräteunabhängig, sodass etwa die Auflösung eines Bildes erst im Ausgabegerät festgelegt wird. Das neuere Postscript 2 bietet unter anderem eine Verbesserung der farbmetrischen Fähigkeiten, da der Referenzfarbraum nach dem CIE-Standard integriert ist. Das aktuelle Postscript 3 bringt unter anderem Verbesserungen bei der Darstellung von Farben und räumlichen Objekten sowie die Unterstützung der Überfüllung von grafischen Objekten.

  • Prägefoliendruck

    Beim Prägefoliendruck wird anstelle von Druckfarbe eine dünne Folie aus Kunststoff im Hochdruckverfahren mittels Druck und Wärme auf den Bedruckstoff aufgebracht. Für Silberglanz sorgt eine im Vakuum auf die Folie aufgedampfte Aluminiumschicht. Mit einem gelben oder rosa Lacküberzug erzielt man einen Gold- oder Kupfereffekt. Die Prägefolien können selbst auch Strukturen aufweisen – etwa holographische Darstellungen. Auch lässt sich mit der Übertragung der Folie ein Relief durch den Druck in das zu bedruckende Material prägen. Prägefoliendruck dient zur besonders attraktiven Ausstattung von Druck-Erzeugnissen, aber auch zum Schutz gegen Fälschungen.

  • PreFlight-Check

    Vor dem Belichtungsvorgang wird ein Ausgabeprozess simuliert: Die Dateien werden unter anderem auf das Vorhandensein benötigter Fonts und Abbildungen untersucht. Es können aber auch Warnungen bei zu geringer (oder zu hoher) Auflösung von Bildern, falsch definierter Schmuckfarben und anderen problematischen Elementen (TrueType-Fonts, Haarlinien, gedrehte Bilder, komplexe Rasterverläufe oder Pfade) ausgegeben werden.

  • Preprint

    Das englische Wort Preprint verwendet man alternativ zum deutschen Begriff Druckvorstufe. Es fasst die Gesamtheit der Arbeitsgänge zusammen, die vor dem eigentlichen Druckvorgang liegen und die von dem zu druckenden Ausgangsmaterial – Texte, Bilder etc. – bis zur fertigen Druckvorlage führen.

  • Primärfarben

    Auch Erst- oder Grundfarben genannt. Es handelt sich dabei um diejenigen Farben, welche sich nicht durch Farbmischung aus anderen Farben erzielen lassen. Jedes Farbmodell enthält drei Primärfarben. Additive Grundfarben sind Rot, Grün und Blau (RGB). Subtraktive Grundfarben sind Cyan, Magenta und Gelb (CMYK, wobei das K zwar für Schwarz, aber in seine Bedeutung als Kontrast steht). Aus Primärfarben werden die Mischfarben erzeugt. Mischt man zwei Primärfarben, erhält man bei gleichen Mischungsanteilen eine Sekundärfarbe (Sekundärfarben der ersten Ordnung), wobei in beiden genannten Farbmodellen die Sekundärfarbe des einen Farbmodells der Primärfarbe des anderen Farbmodells entspricht. Beispiel: Bei der additiven Farbmischung der Primärfarben Rot und Blau erhält man die Sekundärfarbe Magenta, die im CMY-System eine Primärfarbe ist. Durch das Mischen von zwei Grundfarben entstehen bei ungleichen Anteilen Sekundärfarben der zweiten Ordnung. Werden alle drei Grundfarben in beliebig ungleichen Anteilen gemischt, entstehen Tertiärfarben.

  • Primärfaserstoff

    Primärfaserstoffe sind die Rohstoffe für die Papierherstellung, die frisch aus Pflanzenmaterial durch mechanischen (Holzstoff) oder chemischen Aufschluss (Zellstoff) gewonnen werden.

  • Printing on Demand

    Dieser Begriff (engl. Drucken nach Bedarf) steht für einen Arbeitsablauf, bei dem von einen Druck-Erzeugnis nicht einmalig eine feste Auflage gedruckt wird, sondern auf Abruf kleinere Teilauflagen bis hinab zu wenigen Exemplaren. Möglich wird Printing on Demand durch das digitale Drucken, bei dem direkt von den Daten der Druckvorstufe ohne die Herstellung von Druckformen und das Einrichten von Druckmaschinen gedruckt werden kann.

  • Proof

    Ein Proof (engl. „Nachweis“) ist ein Einzeldruck einer Vorlage als verbindliche Kontrollmöglichkeit (Seitenstand und Farbe) für den nachfolgenden Druck. In analogen Proof-Verfahren (Dry-Match, Press-Match etc.) wird das Proof von fertig belichteten Filmen erstellt; es stimmt sehr weitgehend mit dem späteren Druckergebnis überein. Beim digitalen Proof wird die im Rechner erstellte Seite auf einen Farbdrucker ausgegeben. Dieser Proof ist kostengünstiger, da keine Filme benötigt werden, allerdings fehlt die Kontrolle des Belichtungsvorgangs.

  • Prozessfarben

    Standardfarben im Vierfarbendruck: Cyan, Magenta, Yellow, Black (Schwarz).

  • Prozesskalibrierung

    Standardisierung. Die Standardisierung dient dazu, die Produktionsbedingungen zu bestimmen und die Farbstandards festzulegen. Letzteres umfasst vor allem Aspekte wie die Bestimmung der gewünschten farbmetrischen und densitometrischen Werte sowie der Tonwertzunahme für die Skalenfarben CMYK. Diese Standards können über Drucktests für die eingesetzten Farben und Papiere ermittelt und dokumentiert werden. Zur Optimierung der Vorstufe werden zunächst alle benötigten Ausgabegeräte kalibriert, so dass sie stets gleiche und wiederholbare Ergebnisse liefern. Anschließend werden die Belichter im Rahmen einer Prozesskalibrierung so eingestellt, dass die gewünschte Tonwertzunahme im Druck erreicht wird (Kennlinien). Sind Standardisierung und Kalibrierung abgeschlossen, wird der Farbraum der Druckmaschine und der vorgelagerten Ausgabesysteme (zum Beispiel Proofer) ausgemessen. Von diesen Daten werden ICC-Profile erstellt, die in den Arbeitsablauf einfließen und dort für erhöhte Farbsicherheit – vom kalibrierten Bildschirm über den Proof bis in die Druckmaschine – sorgen.

  • Prozessschwankungen

    Treten innerhalb der Produktion zum Beispiel beim CTP-Belichter oder an der Druckmaschine auf. Prozessschwankungen im Druck können sich als störende wolkige Ausdrucke oder als Streifen bemerkbar machen. Wenn die optische Dichte von Exemplar zu Exemplar schwankt, so ist bei direktem Vergleich der Druckerzeugnisse eine Schwankung sofort zu sehen.

  • Punktzuwachs

    (Vergleiche Tonwertzunahme.) Punktzuwachs ist ein Begriff aus der Reproduktionstechnik und bezeichnet die prozessbedingte Erscheinung, dass die Rasterpunkte eines zuvor theoretisch berechneten Rasters bezüglich ihrer Größe von dem tatsächlich gedruckten Punkt beziehungsweise Raster abweichen. Der Punktzuwachs stellt demnach ein Problem dar, das bei der Reproduktion berücksichtigt werden muss, um die Qualität des Druckerzeugnisses sicherzustellen. Der Grad des jeweiligen Punktzuwachses hängt von mehreren Faktoren ab: Druckverfahren, Bedruckstoff, Druckfarbe, Druckbedingungen, Gesamtfarbauftrag.

  • PUR-Klebebindung

    Als Verfahren zur Klebebindung von Büchern und Broschuren verwendet das PUR-Verfahren Polyurethan als Klebstoff. Er wird heiß verarbeitet und verfestigt sich beim Erkalten. Anschließend ist die Bindung unempfindlich gegenüber Erwärmung. Die PUR-Klebebindung gilt als besonders hochwertige Methode, die sich besonders für stark beanspruchte Erzeugnisse wie Messekataloge sowie für problematische Papiersorten eignet.

  • Push Notification

    Benachrichtigungen, die direkt zu einer App gesendet werden können. Sofern man die “Push-Notification” für die betreffende App erlaubt hat, kann der Anbieter über integrierte oder externe Push-Dienste Nachrichten an die Anwender senden. Diese machen sich etwa bei iOS-Apps entweder durch einen roten Kreis direkt auf der App, durch eine Banderole im Zeitschriften-Kiosk oder durch Textmeldungen im Notification-Center bemerkbar.

  • QuarkXpress

    Das Programm QuarkXpress gilt als die führende Software für DTP im professionellen Einsatz.

  • Quickmaster DI 46-4

    Für den vierfarbigen Kleinauflagendruck im Format bis zu 34 x 46 Zentimeter bestimmt. Die Maschine arbeitet nach dem Direct Imaging-Verfahren, bei dem die Druckform in der Maschine hergestellt beziehungsweise die Druckplatte in der Maschine bebildert wird. Die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt 10.000 Bogen pro Stunde. Der Vorrat an Plattenmaterial in der Maschine reicht für 35 aufeinander folgende Druckaufträge. Mit einer Druckauflösung von 1.270 dpi (Punkte pro Zoll) kann die Maschine 80er Raster verarbeiten.

  • RAL-Farben

    Standardfarben gemäß einer Reihe von Farbsammlungen für die Industrie, die das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung herausgibt. Insgesamt gibt es über 2.000 RAL-Farben. 1.688 Farbtöne enthält das RAL Design System, ein den ganzen Farbraum umfassendes Farbsystem. Darüber hinaus sind sämtliche RAL-Farben aus dem RAL Design System und der klassischen Farbsammlung RAL 840-HR auch digital definiert und für gängige Grafikprogramme unter Windows und Macintosh verfügbar, und zwar für mehr als 20 Ausgabevarianten, das heißt für verschiedene Bildschirme und Drucker.

  • Raster

    In der Reproduktion von Bildern versteht man unter einem Raster eine Fläche mit kleinen, regelmäßig oder zufällig angeordneten geometrischen Formen (zum Beispiel runde, quadratische oder anders geformte Punkte, Linien). Mit seiner Hilfe setzt man Halbtonbilder in eine für das Drucken erforderliche reine Schwarzweiß- beziehungsweise vollfarbige Darstellung um, indem man entweder die Größe oder die Häufigkeit der Elemente gemäß der Bildhelligkeit variieren lässt.

  • Raster-Proof

    Zusätzlich zur Layout- und Farbinformation dient ein Raster-Proof dazu, die Rasterstrukturen eines Drucks vorab zu kontrollieren. So lassen sich in diesem Bereich auftretende Fehler wie Moiré und Rosetteneffekte rechtzeitig erkennen. Da die Druckdaten vor der Rasterung der Bilder im Raster Image Processor (RIP) noch keine Rasterinformationen enthalten, muss vor der Anfertigung eines Raster-Proofs eine Rasterung erfolgen.

  • Rasterelement

    Ein Dot ist das kleinste Rasterelement eines Bildes. Mehrere Dots ergeben zusammengefasst jeweils ein Pixel (, zum Beispiel bedeutet die Angabe acht Bit Farbtiefe, dass drei Schichten von jeweils 256 Dots übereinander liegen.

  • Rasterfrequenz

    Siehe Rasterweite.

  • Rasterkeil

    Kontrollfeld auf dem Ugra/FOGRA-Digital-Plattenkeil. Um die Druckkennlinie einer Druckmaschine zu ermitteln, wird ein Rasterkeil benötigt. Dieser weist abgestufte Flächendeckungen (neun Felder), meist in Zehn-Prozent-Schritten von null bis hundert Prozent (Volltonfeld) Flächendeckung zur densitometrischen Kontrolle des Tonwerts bzw. seiner Zunahme im Druck auf.

  • Rastermodell

    Geometrische Modellierung (Computersimulierung), die zum optischen Vergleich der verschiedenen Rastersysteme dient. Die Hersteller von CTP-Belichtern können mit diesem Verfahren neue optimierte Rastersysteme entwickeln.

  • Rasterpositiv

    Kopiervorlage für den Offsetdruck, in der Regel ein seitenverkehrtes Strich- oder Rasterpositiv. Entsprechend ihrer Zeichnung teilweise lichtdurchlässige negative oder positive Bild- und Schriftvorlagen, die zum Umkopieren oder zur Informationsübertragung auf die Druckform dienen.

  • Rasterpunkt

    Einzelnes Element eines Bildes, ein komplexes mathematisches Gebilde, welches heute durch Rechnerleistung erzeugt wird. Fläche definierter maximaler Ausdehnung (gemessen in Linien pro Zentimeter oder adäquate Masse). Je differenzierter (kleine Spotgröße) die Schwärzung erzeugt wird, desto fein abgestufter sind die Grauwerte, die im Falle der Verwendung von Druckfarben, Farbtonern oder sonstigen Farbchemikalien zu einem Farbwert werden.

  • Rasterpunktverteilung

    Ein Merkmal eines Rasters ist die Art und Weise, wie seine einzelnen Rasterpunkte innerhalb einer bestimmten Fläche verteilt sind. Man unterscheidet hierbei amplitudenmodulierte und frequenzmodulierte Raster.

  • Rasterweite

    Anzahl der Rasterpunkte, die auf eine Längeneinheit fallen. Gängige Angaben sind L/cm (Linien pro Zentimeter) und lpi (lines per inch).

  • Rasterwinkel

    Bei regelmäßigen Rastern gibt der Rasterwinkel die Richtung der Rasterung von der Senkrechten aus gemessen an. Für einfarbige Darstellungen ist die Diagonalstellung des Rasters (45 oder 135 Grad) üblich. Bei mehrfarbigem Druck sollte man für die verschiedenen Farben unterschiedliche Rasterwinkel verwenden, um Überlagerungseffekte (Moiré) zu vermeiden. Nach der Norm DIN 16547 verwendet man für die vier Farben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz die Winkel 0, 15, 75 und 45 Grad.

  • Recycling-Papier

    Zu hundert Prozent aus Altpapier hergestelltes Papier. Altpapierfasern oder Sekundärfasern sind auf diese Weise etwa drei- bis fünfmal wieder verwendbar. Soll das Recycling-Papier rein weiß sein, so muss man durch so genanntes De-Inking mit Chemikalien die Druckfarben aus dem früheren Einsatz des Altpapiers entfernen und das Fasermaterial zusätzlich einem Bleichprozess unterziehen.

  • Redaktionssystem

    Redaktionssysteme entstammen ursprünglich der Verlagswelt und erlauben ein perfektes Zusammenspiel zwischen Layout und Redaktion. Benutzerrollen, Rechteprofile und zeitgleicher Zugriff auf eine zentrale Produktion machen Publikationsprozesse sicher, einfach und überschaubar. Moderne Systeme erlauben dabei neben der Produktion mit klassischen Tools wie InDesign und InCopy auch die standortunabhängige Verwendung eines Internet-Browsers zur Produktionsübersicht und auch um Erstellen von Texten (Webeditor). Mittlerweile finden Redaktionssysteme auch Einzug in Unternehmen, die es für systemgestütztes Corporate Publishing (Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften, Broschüren, Kataloge etc) verwenden. Systeme wie WoodWing unterstützen heutzutage auch die Ausgabe in weitere Kanäle wie Web, Mobile, Social Media (Multi-Channel-Publishing) und erlauben das Erstellen mehrsprachiger Ausgaben.

  • Redigitalisierung

    Wenn man Druckvorlagen in Form von Filmmaterial mit Hilfe von Scannern und Software wieder in digitale Daten verwandelt, spricht man von Redigitalisierung. Die Daten lassen sich in gängigen Dateiformaten speichern und können mit den entsprechenden Anwendungsprogrammen auch wieder bearbeitet werden. Auf diese Weise kann eine Druckerei beziehungsweise ein Prepress-Betrieb die eingescannten Filme im digitalen Workflow einsetzen.

  • Rendering

    Wirklichkeitsnahe Darstellung dreidimensionaler Modelle durch einen Computer. Dabei wird der betreffende Körper mit einer möglichst realistischen Oberfläche versehen, mit einer fiktiven Lichtquelle beleuchtet und mit Licht, Schatten, Reflexen etc. in eine ebenfalls räumliche Umgebung eingebettet.

  • RFID (Radio Frequency Identification)

    Systeme zur Identifikation von Gegenständen (Industrieprodukte, Tiere etc.) zumeist im Umfeld von Produktion, Transport und Lagerung, die zur Datenübertragung mit Radiosignalen arbeiten. Anstelle von Streifencodes und optischen Abtastvorrichtungen arbeiten RFID-Anlagen mit so genannten Transpondern als Marken an den zu überwachenden Gegenständen. Als wesentliche Vorteile dieser Technik gegenüber Streifencode-Verfahren gelten die größeren Datenmengen, die sich in Transpondern unterbringen lassen, die sichere Verbindung zwischen Transponder und Abfragegerät ohne Sichtkontakt und die schnellere Datenabfrage sowie die in der Regel gegebene Veränderbarkeit der Daten.

  • RGB

    Gängiges additives Farbmodell mit den Primärfarben Rot, Grün und Blau, mit dem selbst leuchtende Ausgabegeräte wie Bildschirme, aber auch elektronische Aufnahmegeräte wie Scanner und Videokameras arbeiten.

  • Ries

    Bestimmte, eingepackte Menge von Papierbogen. Früher umfasste ein Ries 480 oder 500 Bogen, heute als Neuries 1000 Bogen. Weitere Maßeinheiten für Papierbogen sind Buch (100 Bogen), Heft (10 Bogen) und Ballen (10.000 Bogen). Das Wort Ries stammt aus dem Arabischen (rizma – Paket) – eine Erinnerung daran, woher die Papiermacherkunst nach Europa kam.

  • RIP (Raster Image Processor)

    Mit ihm werden Daten aus der Druckvorstufe für die Herstellung von Druckplatten aufbereitet. Die wichtigste Funktion dabei ist die Erzeugung der Raster für den Druck von Bildern und anderen grafischen Elementen. Ein RIP ist in der Regel ein eigener Computer, kann aber auch als Software vorliegen.

  • Rubel, Ira Washington

    Gilt als Erfinder des Offset-Druckverfahrens. Durch Zufall entdeckte Rubel, Betreiber einer kleinen Druckerei im US-Bundesstaat New Jersey, im Jahr 1903, dass er mit indirektem Drucken mit Hilfe eines Gummizylinders bessere Ergebnisse erzielen konnte als durch direktes Drucken. Er hatte den Gegendruckzylinder einer Druckmaschine mit einem Gummituch überzogen, und während eines Drucklaufs waren mehrmals Papierbogen versehentlich nicht angelegt worden. Dadurch gelangte der Abdruck von der Druckform auf das Gummituch und von dort jeweils auf die Rückseite des nächsten Bogens.

  • Rupffestigkeit

    Gibt an, wie viel Kraft es kostet, durch senkrechten Zug Partikel von der Papieroberfläche abzulösen. Beim Offsetdruck spielt Rupffestigkeit eine wichtige Rolle.

  • Sammelhefter

    Dient als Gerät zur Drahtheftung von Druckerzeugnissen dazu, aus fertig gedruckten und gefalzten Bogen Hefte – Zeitschriften, Broschüren etc. – herzustellen. Druckbogen und Umschlag werden in der gewünschten Reihenfolge ineinander gelegt, ausgerichtet und mit Drahtklammern geheftet. Als letzter Arbeitsgang wird das Heft auf drei Seiten beschnitten. Dies trennt die Bogenfalze auf, die nicht auf der Seite des Heftrückens liegen, und das Heft erhält seine endgültige Form.

  • Satinieren

    Eine Nachbehandlung des Papiers nach der Herstellung ist das Satinieren in einem Kalander – auch Kalandrieren genannt. Dabei läuft das Papier über mehrere Walzenpaare, die durch Walzen verschiedener Härte und Materialien gebildet werden. Der dadurch bewirkte „Bügeleffekt“ verleiht der Papieroberfläche mehr Glätte und Glanz.

  • Sättigung (Farb-)

    Definition für die Reinheit einer Farbe. Die Sättigung gibt an, wie farbig die Farbe erscheint. Schwarz, Weiß und Grau haben keine Sättigung und für reine Farben ist die Sättigung maximal. Die Sättigung einer Farbe beeinflusst ihre Intensität. Je höher, desto intensiver ist die Farbe. Farben mit niedriger Sättigung sehen ausgeblichen aus.

  • Satzspiegel

    Festlegung einer Nutzfläche auf dem ausgewählten Seitenformat, die mit dem Satz, das heißt Texten und Bildern etc., gefüllt werden soll. Der Satzspiegel wird begrenzt durch die Satzspiegelränder, also die Stege außerhalb der bedruckten Fläche. Der Papierrand soll in einem ästhetischen Verhältnis zur Nutzfläche stehen.

  • Scanner

    Als Gerät zur Erfassung von Bilddaten arbeitet der Scanner durch optische Abtastung der zu erfassenden Vorlage. Lichtempfindliche Sensoren wandeln die Helligkeits- und Farbinformationen in elektrische Werte um. Die beiden wichtigsten Scanner-Bauformen sind Trommel- und Flachbettscanner.

  • Schablonieren

    Schattenhaftes Wiederholen von Teilen eines Druckbildes auf nachfolgenden, mit der betreffenden Farbe bedruckten Flächen eines Druckerzeugnisses. Dabei kann die Färbung stärker oder schwächer sein. Der unerwünschte Effekt kommt dadurch zustande, dass sich die Druckfarbe im Farbwerk von einem Druckvorgang bis zum nächsten nicht wieder ausreichend gleichmäßig verteilt.

  • Schmalbahn – Breitbahn

    Angabe, ob Papierbogen mit der schmalen oder breiten Seite dem Verlauf der in der Papiermaschine produzierten Bahn entsprechen. Im Schriftverkehr unterstreicht man oftmals die Maßangabe von Bogen, die der Rollenbreite entspricht. Der Faserlauf geht demnach parallel zu der nicht unterstrichenen Seite.

  • Schneidzeichen

    Schnittmarke auf dem Druckbogen für das Nettoformat einer Seite.

  • Schön- und Widerdruckmaschine

    Bogendruckmaschine, die den Druckbogen in einem Bogendurchlauf beidseitig (Schön- und Widerdruckseite) bedruckt.

  • Schöndruckseite

    Papierseite, die sich bei der Herstellung auf der vom Sieb abgewandten Seite befindet. Besonders bei weniger hochwertigem Papier ist diese Seite qualitativ besser als die dem Sieb zugewandte Siebseite. Dort ist ein leichter Abdruck des Metallgewebes zu sehen, und durch das in dieser Richtung abfließende Wasser ist die Menge an Füllstoffen geringer.

  • Schreibpapiere

    Weiße oder farbige, holzfreie oder holzhaltige, aber auch mit Altpapier gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung.

  • Schrenzpapier

    Einfachstes Papier, das ausschließlich aus unsortiertem Altpapier hergestellt wird. Es ist meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt und hat ein Flächengewicht von 80 Gramm pro Quadratmeter und mehr. Schrenzpapier dient vorwiegend als Ausgangsmaterial für Wellpappe.

  • Schriftfamilie

    Alle Variationen – Schnitte wie fett, mager, kursiv und so weiter – einer bestimmten Schrift.

  • Schriftgrad

    Maß für die vertikale Ausdehnung eines Buchstabens, gemessen in Punkten oder in Millimetern.

  • Schriftsatz

    Zusammenstellen von Schriftzeichen zu formatiertem Text als Material für die Herstellung von Druckvorlagen. Bis zur Erfindung von Setzmaschinen erfolgte der Schriftsatz von Hand mit einzelnen Typen. Die erste Umwälzung im Schriftsatz brachte die 1882 von Ottmar Mergenthaler patentierte Zeilensetzmaschine Linotype. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte der Schriftsatz zunehmend als Lichtsatz. Heute hat sich der Satzvorgang zusammen mit dem Seitenumbruch weitgehend als Desktop Publishing in den Computer selbst verlagert.

  • Schriftschnitt

    Eine von mehreren Versionen einer Schriftart. Verschiedene Schriftschnitte unterscheiden sich durch ihre Strichstärke, Laufweite oder Neigung, manchmal auch durch andere Merkmale voneinander – etwa mager, halbfett, fett, schmalfett, kursiv etc.

  • Schwarzaufbau

    Beschreibung, wie die Farbe Schwarz innerhalb eines Satzes für den Vierfarbendruck eingesetzt wird. Theoretisch wird Schwarz im CMYK-Farbsystem nicht benötigt, um die verschiedenen Farbtöne eines Bildes darzustellen. In der Praxis setzt man es zum Beispiel ein, um den Kontrast und die Detailzeichnung in dunklen Bereichen zu verbessern. Dient die Farbe nur zu diesem Zweck, für den nur wenig davon erforderlich ist, dann spricht man von kurzem Schwarz oder auch Skelettschwarz.

  • Seidenpapier

    Papiersorten bis zu einem Flächengewicht von 30 Gramm pro Quadratmeter.

  • Seitenmontage

    Das Platzieren von fertigen Seiten auf dem Standbogen. Für dieses Vorgehen werden Ausschießprogramme eingesetzt.

  • Sekundärfarben

    Aus den Grundfarben eines Farbsystems durch Mischung erzeugte Farbtöne. Mischfarben erster Ordnung bestehen aus zwei Grundfarben mit jeweils gleichen Anteilen. Alle anderen Mischungen ergeben Sekundärfarben höherer Ordnung.

  • Sekundärfaserstoff

    Aus Altpapier gewonnene Rohstoffe für die Papierherstellung. Es kann sich um Zellstofffasern oder Holzstofffasern in reiner Form oder in Mischung handeln.

  • Selective Binding (englisch Selektives Binden)

    Individuelle Herstellung gebundener Druckerzeugnisse aus einer Auswahl von Komponenten. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Kataloge in mehreren Versionen herstellen, deren Inhalt auf die Wünsche verschiedener Kundengruppen abgestimmt ist. Mit Selective Binding ist es etwa auch möglich, unterschiedliche Anzeigenmotive für verschiedene Teilauflagen von Zeitschriften vorzusehen.

  • Separation

    Zerlegen der Farbinformation eines Bildes in Farbauszügen für die vier Durchgänge des Vierfarbdrucks, im Prinzip nach dem CMYK-Farbmodell. Als Farbseparation wird die Umrechnung von RGB-Farben (Rot, Grün, Blau) nach CMYK-Farben (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) bezeichnet.

  • Serifenbetonte Schrift

    Grundsätzlich eine auffallende Betonung der Serifen. Die Bezeichnung „Egyptienne“ ist die ursprüngliche Bezeichnung der Schriftgruppe V (Serifenbetonte Linear-Antiqua). Diese Bezeichnung rührt von einer allgemeinen Ägypten-Begeisterung in dieser Zeit und sagt nichts über die optische Erscheinung dieser Schriften aus.

  • Serifenlose Schrift

    Druckschriften ohne Serifen. Aus der Antiqua entstandene Schriften, oft mit linearem Strich.

  • Sicherheitsfaden

    Dienen bei Banknoten als Schutz gegen Fälschungen. Sie können auf der Papieroberfläche liegen oder – wie bei den neuen Euro-Geldscheinen – im Papier eingebettet sein, sodass sie nur im Gegenlicht sichtbar sind. Es handelt sich dabei um schmale Kunststoffstreifen, gegebenenfalls mit Durchbrüchen, die im Gegenlicht als Negativschrift erscheinen.

  • Siebdruck

    Bei diesem Verfahren besteht die Druckform aus einem Siebgewebe mit Druckschablone. Die Druckfarbe wird durch die Druckform hindurch auf das zu bedruckende Material übertragen. Zum Übertragen des Bildes auf das Sieb existieren mehrere Methoden von einfacher manueller Art bis zum fotografischen Prozess. Der Farbauftrag beim Siebdruck ist fünf bis zehnmal so dick wie bei anderen Druckverfahren. Er eignet sich daher besonders für hochwertige Werbedrucke, Schilder, Plakate und Verpackungsdrucke.

  • Siebenfarbendruck

    Variante des Offsetdrucks, bei der man neben den herkömmlichen Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz auch noch Violettblau, Grün und Orangerot einsetzt. Das nach einer Theorie des Farbenspezialisten Harald Küppers entwickelte System liefert auch im Bereich der zusätzlichen drei Farben leuchtende Druckergebnisse, die sich mit dem normalen Vierfarbdruck nicht erreichen lassen.

  • Skelettschwarz

    Schwarzer Farbauszug eines Farbsatzes für den Vierfarbendruck, wenn nur Kontrast und Details in den dunkelsten Regionen der Abbildungen hinzugefügt werden und daher relativ wenig Schwarz enthalten ist. Diesen Schwarzaufbau bezeichnen Drucker auch als kurzes Schwarz.

  • Smart Labels

    Etiketten, die zur Identifikation von Gegenständen Transponder als Komponenten drahtloser Identifikationssystemen auf Radio-Basis (RFID – Radio Frequency Identification) enthalten. Diese Vorrichtungen lassen sich so klein und leicht ausführen, dass sie in Aufklebern üblicher Größe Platz finden.

  • Softproof

    Dient im Gegensatz zum Hardproof zur Simulation eines Druckergebnisses ohne materielle Hilfsmittel, das heißt als Bild auf einem Monitor. Ein aussagekräftiges Softproof setzt die sichere Beherrschung des Prozesses der elektronischen Bildverarbeitung durch Color Management vom Eingabegerät bis zur Druckmaschine sowie definierte Lichtverhältnisse am Aufstellungsort des Bildschirms voraus. Unter solchen Umständen verspricht das Verfahren Rationalisierungspotenziale im Prozessablauf der Druckvorstufe.

  • Sonderfarben (auch Schmuckfarben oder Spot Color)

    Setzt man in der Regel für Farbtöne oder Effekte ein, die sich mit den üblichen Mitteln des farbigen Drucks, das heißt durch eine Mischung der verwendeten Grundfarben (zumeist Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz), nicht realisieren lassen. Beispiele hierfür sind Leuchtfarben, Gold oder Silber.

  • Spationieren (Sperren)

    Erweitern der Laufweite einer Schrift durch Verändern des Einheitswertes.

  • Speedmaster CD 102 Duo

    Als Besonderheit arbeitet die Speedmaster CD 102 Duo sowohl mit Offsetdruck als auch mit Flexodruck. Konzipiert ist die Maschine für Inline-Veredelung, zum Beispiel Deckweißapplikationen auf metallisierte Folien oder hochwertige Gold- und Silberfarben, die inline mit Offsetfarbe überdruckt werden. Bei der Druckmaschine lassen sich vor und hinter den sechs Offsetdruckwerken Flexodruck-Einheiten einsetzen. Dabei kann man sowohl konventionelle Farben und wässrige Lacke als auch UV-Farben und UV-Lacke kombinieren. Für den Einsatz von Gold- und Silberlacken, die aus großflächigen, extrem dünnen Aluminiumpigmenten bestehen, gibt es ein spezielles Kammerrakelsystem mit Namen FlexoKit.

  • Spektralfarben (auch reine Farbe)

    Licht einer Wellenlänge. Zerlegt man weißes Licht – eine Mischung vieler Wellenlängen – durch ein Glasprisma, erhält man eine Reihe von Farben, die kontinuierlich ineinander übergehen. Im Wesentlichen ergeben sich die Spektralfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Eine Spektralfarbe kann nicht weiter zerlegt werden.

  • Spektralfotometer

    Farbmessgerät, um die subjektive Empfindung Farbe zu objektivieren und in einfacher Form darzustellen. Es ist eine Farb-, Buntton-Messung. Ein Spektralfotometer misst das Verhältnis von einfallendem zu reflektiertem Licht einer farbigen Probe in genau bestimmten Wellenlängenschritten und -abständen über das ganze sichtbare Spektrum.

  • Spot Color

    Sonder- oder Schmuckfarbe

  • Standbogen

    Legt die Stellung der Seiten auf dem Druckbogen fest.

  • Stanzform

    Form zum Heraus- oder Anstanzen von Papier- oder Kartonbogen, Folien etc

  • Steg

    In der Gestaltung einer gedruckten Seite heißen die freien Streifen zwischen dem Satzspiegel und den Seitenrändern Stege. Nach der Lage auf der Seite unterscheidet man den Kopf-, den Fuß, den Seiten- und den Bundsteg. Bei der Bemessung der Stegbreiten werden in der Typografie oft Verhältniszahlen verwendet. Der Bundsteg erhält dabei den Wert 2 und die anderen Stegbreiten in der Reihenfolge Kopf – Seite – Fuß dazu in Relation gesetzte Werte. Man gibt dann für die Stegbreiten nur ihr Verhältnis zueinander an, beispielsweise „2:3:3:4“.

  • Steindruck

    Flachdruckverfahren, bei dem Solnhofer Kalkstein (aus Solnhofen/Mittelfranken) als Druckform dient. 1796 von Alois Senefelder erfunden, fand das Verfahren besonders im 19. und angehenden 20. Jahrhundert weite Verbreitung. Heute setzt man Steindruck im Wesentlichen nur noch für grafische Arbeiten ein.Stitcher (englisch stitch – nähen, heften)Vorrichtung zur Heftung von Druckerzeugnissen mit Drahtklammern. Allgemeiner verwendet man den Begriff für Sammelhefter, die alle Arbeitsgänge zur Herstellung von drahtgehefteten Zeitschriften und Broschüren übernehmen – Anlegen, Sammeln, Heften und Beschneiden. Die Heidelberg Druckmaschinen AG bietet Sammelhefter unter dem Namen Stitchmaster an.

  • Stochastische Rasterung

    Durch tonwertabhängige Variation der Rasterpunktabstände wird eine druckbare Halbtonstruktur erzeugt. Die Rasterpunktgröße bleibt dabei konstant (im Gegensatz zu der autotypischen Rasterung, auch Amplitudenmodulation genannt). Die unregelmäßige Anordnung der Rasterpunkte erzeugt einen Moiré-Effekt.

  • Streichen

    Viele Papiere erhalten zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich, das heißt eine Beschichtung. Sie besteht aus natürlichen Pigmenten, einem Bindemittel sowie verschiedenen Hilfsstoffen.

  • Streifencode

    Dient der Darstellung von Zeichen in einer Weise, dass sie sich mit geringem Aufwand maschinell lesen lassen. Der Code besteht aus einem System von schmalen und breiten, dunklen und hellen Streifen. Eine der gebräuchlichsten Anwendungen von Streifencode-Markierungen ist der so genannte EAN-Code zur Identifikation von Waren aller Art. Der EAN-Code legt auch die Repräsentation der einzelnen Ziffern durch den Streifencode fest.

  • Strichcode

    Alternative Bezeichnung für Streifencode, der zur Darstellung von Zeichen in maschinenlesbarer Form dient.

  • Strichvorlage

    Ein- oder mehrfarbige Vorlagen, bei denen jede Farbe in einem einzigen Tonwert vorliegt. In der Regel handelt es sich bei Strichvorlagen um Schwarz-Weiß-Abbildungen, zum Beispiel Zeichnungen.

  • Strukturfarben

    Erzeugen ihren Farbeindruck nicht (nur) mit Farbstoffen, sondern durch ihren physikalischen Aufbau. Sie enthalten spezielle Strukturen – zum Beispiel dünne, durchsichtige Plättchen -, die Licht bestimmter Wellenlänge mit Hilfe von Interferenzeffekten selektiv reflektieren. Strukturfarben erzeugen schillernde Farbeffekte, die je nach Blickwinkel variieren können. In der Natur hat diese Art der Farberzeugung bei Insekten und manchen Vogelarten Vorbilder.

  • Stufenbildung

    Im Druck kann es zum Beispiel bei Verläufen gelegentlich zu Stufenbildungen kommen, der glatte Verlauf wird durch störende Stufen unterbrochen. Ursache hierfür sind Tonwertsprünge, hervorgerufen durch das Berühren von benachbarten Rasterpunkten, was zu einer deutlich wahrnehmbaren Zunahme des Tonwertes führt (vergleiche Tonwertsprung).

  • Subtraktive Farbmischung

    Hier entsteht der Farbeindruck dadurch, dass einzelne Frequenzbereiche, das heißt Farben, aus dem gesamten Spektrum des sichtbaren Lichts herausgefiltert werden. Bei Farbdrucken geschieht dies durch Übereinanderdrucken der verwendeten Druckfarben – in der Regel die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, mit denen sich alle Farbtöne des zugehörigen Farbraums in dieser Weise erzeugen lassen.

  • Tampondruck

    Indirektes Tiefdruckverfahren, bei dem als Zwischenmedium ein flexibler (oft halbkugelförmiger) Tampon aus Siliconkautschuk die Druckfarbe von der Platte auf die zu bedruckende Fläche überträgt. Mit dieser Methode lassen sich irregulär geformte Gegenstände in großer Vielfalt bedrucken.

  • Tellern

    Ausbeulen von Papierbogen in ihrer Mitte. Bei Bogenstapeln liegt der Grund dafür in der zu niedrigen Feuchtigkeit der Umgebungsluft, die das Papier am Rand austrocknen und schrumpfen lässt.

  • Tertiärfarbe

    Farbton, der beim Druck aus drei Grundfarben erzeugt und wiedergegeben wird, zum Beispiel Braun, Oliv, Ocker etc.

  • TeX

    „Tech“ ausgesprochen, da es sich um die griechischen Buchstaben Tau, Epsilon und Chi handelt, ist ein Satzprogramm, das der US-amerikanische Computerwissenschaftler Donald E. Knuth Ende der siebziger Jahre speziell für naturwissenschaftliche Texte entwickelte. Anders als heute übliche Layout-Software arbeitet TeX nicht mit einer grafischen Bedienung, sondern verarbeitet mit Formatierungsanweisungen versehene Texte.

  • Thermochromische Druckfarben

    Verändern ihre Farbe analog zu Temperaturveränderungen. Je nach Art der Farbe kann sich dabei der Farbton ändern, oder die Färbung verschwindet ganz. Manche thermochromischen Druckfarben reagieren bereits bei kurzer Berührung auf Körperwärme. Auf diese Weise lassen sich Dokumente in leicht überprüfbarer Form gegen Fälschung schützen. Farben, die bei geeigneten Temperaturen umschlagen, setzt man als Temperaturanzeige für Getränke und Medikamente oder auch zur Überwachung von Heiz- oder Kühlaggregaten ein.

  • Tiefdruck

    Dieses Verfahren verwenden Rotationsdruckmaschinen hoher Leistung. Die druckenden Elemente liegen hier in Form von Näpfchen in der Oberfläche des Tiefdruckformzylinders vor. Das Druckbild wird in aller Regel durch elektromechanische Gravur mit einem Diamantstichel auf den Zylinder übertragen. Beim Druckvorgang wird der Druckzylinder vollkommen eingefärbt. Dann streift ein Rakelmesser die überschüssige Farbe von der Oberfläche ab, und die Farbe verbleibt nur noch in den Vertiefungen. Dann presst eine gummierte Walze die Papierbahn gegen den Druckzylinder, und die in den Näpfchen zurückgebliebene Farbe wird an das Papier abgegeben.

  • TIF

    Bei Windows-Rechnern die übliche Endung des Dateinamens von im TIFF-Format kodierten Dateien.

  • TIFF (Tag Image File Format)

    Oft verwendetes Dateiformat für Bilder, das 1986 von einem Gremium der Computerindustrie definiert wurde. Es handelt sich um ein so genanntes Rasterformat, das für jeden Bildpunkt Information über seine Helligkeit und seinen Farbton enthält. Das TIFF-Format unterstützt verschiedene Farbigkeiten von Schwarzweiß bis zur vollen Farbe in RGB-Darstellungen. TIFF-Dateien können nach verschiedenen Verfahren komprimiert sein.

  • Time to Market

    Zeitraum von der Produktidee bis zur Markteinführung.

  • Tonwert

    Begriff aus der Fotografie und der Drucktechnik. Er bezeichnet allgemein den Anteil einer Oberfläche, der bedeckt ist; die optisch wirksame Flächendeckung.

  • Tonwertabriss

    Bereich, bis zu welcher prozentualen Flächendeckung die Lichtpunkte wegbelichtet wurden beziehungsweise gerade noch vorhanden sind. Durch Mitbelichtung entsprechender Testkeile lässt sich der Abrisspunkt exakt kontrollieren.

  • Tonwertsprung

    Bei einem Tonwertverlauf von weiß nach schwarz tritt bei einem bestimmten Grauwert die Situation ein, dass sich zwei nebeneinander liegende Rasterpunkte gerade berühren. Diese Situation wird Punktschluss genannt. Genau an dieser Stelle nimmt der Druckpunktzuwachs wegen der sich bildenden Farbbrücken zwischen den Rasterpunkten einen größeren Wert an. Dies führt dazu, dass eine sichtbare Abstufung zum sonst gleichmäßigen Grauwertverlauf auftritt. Der Verlauf weist einen so genannten Tonwertsprung auf.

  • Tonwertumfang

    Kontrastumfang bei Halbtonbildern vom hellsten bis zum dunkelsten dargestellten Tonwert.

  • Tonwertzunahme

    Bezeichnet den Effekt, dass Rastertonwerte von digitalen Bilddateien im Druck höhere (dunklere) Farbwerte ergeben können, das Druckbild also ungewollt dunkler wird als gewünscht.

  • Trapping

    Überfüllung oder Unterfüllung.

  • True Color

    Darstellungsmodus für Farben auf einem Bildschirm, bei dem für jede der drei Farben Rot, Grün und Blau der RGB-Darstellung acht Bit und damit 256 Helligkeiten zur Verfügung stehen. Mit dieser Farbtiefe von 24 Bit lassen sich insgesamt rund 16,77 Millionen verschiedene Farbtöne darstellen.

  • Typografie

    Lehre von der Gestaltung und dem Einsatz der Schrift. Ihr Ziel ist es, Text bestmöglich lesbar sowie optisch ansprechend zu machen – durch Auswahl von Schriftarten, -größen und -attributen, aber auch durch die Seitengestaltung. Für Schrift auf Papier sind die Regeln der Typografie so ausgereift, dass kaum noch Verbesserungen möglich erscheinen. Für andere Medien – zum Beispiel den Bildschirm – ist dies noch nicht der Fall.

  • Typografische Maße

    Das typografische Maßsystem wurde 1737 von dem Pariser Schriftengießer Pierre Simon Fournier entwickelt. Die Grundeinheit ist der typografische Punkt (abgekürzt p), mit 1 Meter = 2660 Punkt oder 1 Punkt = 0,3759 Millimeter. Mit der Neuregelung des Messwesens wurde das typografische Maßsystem in Deutschland Ende 1977 offiziell abgeschafft. In der Praxis wird es aber noch weithin verwendet, wobei man die Einheiten auf 5/100 Millimeter rundet.

  • Überdrucken

    Eine Farbfläche läuft hinter einer anderen Fläche/Objekt weiter (vergleiche Aussparen).

  • Überfüllung

    Der Begriff Trapping hat sich seit geraumer Zeit in der Printmedien-Industrie etabliert. Wenn man von Trapping spricht, meint man damit das Über- beziehungsweise Unterfüllen benachbarter Farbflächen.

  • UCR (englisch Under Color Removal: Unterfarbenreduzierung)

    Verfahren zur Reduzierung der Anteile des Farbauftrags von Magenta, Gelb und Cyan an dunklen und neutralen Bildstellen, indem Schwarz die CMY-Farbmengen ersetzt. Bei UCR wird bis zu einem Maximalwert mit den Buntfarben gearbeitet, ab einem bestimmten Wert kommt zur Steigerung der dunklen Bildbereiche nur noch Schwarz hinzu, um den maximal möglichen Farbauftrag nicht zu überschreiten (vergleiche Schwarzaufbau).

  • Umschlagen

    Nach erfolgtem Schöndruck kann dieselbe Druckform auf die Rückseite gedruckt werden, sodass man zwei Drucknutzen bekommt. Nach dem Umschlagen kommt der seitliche Anlagepunkt auf die andere Seite, während die vorderen Anlagepunkte sich gegeneinander austauschen. Der Drucker hat lediglich nach dem Umschlagen die Seitenmarke (Ziehmarke) in der Maschine zu wechseln, während die Vordermarken erhalten bleiben.

  • Umstülpen

    Im Gegensatz zum Umschlagen erfolgt beim Umstülpen eine Änderung der Vorderanlage. Hier wird die zweite Längskante des Bogens an die Vordermarken der Druckmaschine angelegt. Man erhält praktisch zwei Anlagewinkel.

  • Unbuntaufbau

    Verfahren zur Farbmischung bei der Herstellung von Farbsätzen für den Vierfarbendruck, bei dem man sämtliche (gleichen) Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems, die im Idealfall zusammen einen Grauwert ergeben, durch entsprechende Anteile der Farbe Schwarz ersetzt. Dadurch verringert sich der Farbeinsatz deutlich, und neben Kosteneinsparungen wird auch der Druckprozess leichter beherrschbar.

  • Unterschneidung

    In der Typographie die Verringerung des Abstands zwischen zwei Buchstaben (Versalie und Gemeine) aus ästhetischen Gründen, so dass sich die von ihnen belegten Quadrate überlappen. Typische Buchstabenpaare dafür sind „To“ oder „Va“.

  • UV-Farben

    Druckfarben, die durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (UV) aushärten. Dazu enthalten diese Farben keine flüchtigen Substanzen, sondern neben Farbpigmenten einzelne Moleküle und kurze Molekülketten, die sich zu Polymeren verketten können, sowie so genannte Fotoinitiatoren. Letztere zerfallen bei Bestrahlung mit UV-Licht und bilden dabei hochreaktive Bruchstücke. Diese Radikale lösen einen Polymerisationsprozess aus, durch den feste, dreidimensionale Netzstrukturen entstehen.

  • UV-Lacke

    Lacksysteme auf Basis von ungesättigten Polyestern oder Polyacrylaten oder einer Kombination aus beiden, bei denen ultraviolettes Licht den Trocknungsvorgang auslöst. Das energiereiche Licht bricht chemische Bindungen in den Molekülen des Lackmaterials auf. Dadurch verbinden sie sich zu langen, vielfach verzweigten Ketten, so dass sich das Material verfestigt. Der Trocknungsvorgang dauert nur Sekunden, daher lassen sich UV-Lacke schnell verarbeiten.

  • Vektorgrafik

    Bestehen aus Linien und Kurven, so genannten Vektoren, deren jeweilige Ausrichtung und Länge die Bilddarstellung charakterisieren. Vektoren beschreiben Bilder anhand ihrer geometrischen Eigenschaften.

  • Versalien

    Großbuchstaben des Alphabets. Sie werden auch als Majuskeln (lateinisch major: größer) bezeichnet. Eine Versalienschrift ist demzufolge eine Schrift, die nur Großbuchstaben aufweist.

  • Wasserlack (auch Dispersionslack)

    Basieren auf Wasser und trocknen durch Verdunsten des Wassers relativ schnell, sind geruchsfrei und vergilben nicht. Aufgetragen werden Wasserlacke zumeist mit Lackwerken, in manchen Fällen auch mit dem Farbwerk der Druckmaschine. Die Schichtdicke des Lacks erreicht drei µm. Sein Glanzwert liegt unter dem von UV-Lacken.

  • Wasserloser Offsetdruck

    Verwendet Druckplatten, bei denen die nicht druckenden Bereiche im Gegensatz zum herkömmlichen Offsetdruck nicht durch Auftragen eines Feuchtmittels auf Wasserbasis farbabweisend gemacht werden müssen, sondern aus Silikon bestehen, das von sich aus die ölige Druckfarbe abstößt. Im Unterschied zum normalen Offsetprozess gilt das Druckverfahren als umweltfreundlicher, weil es ohne Feuchtmittel auskommt. Darüber hinaus lassen sich damit qualitativ bessere Druckergebnisse wie brillantere Farben erzielen und feinere Raster einsetzen.

  • Wasserzeichen

    Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärke hervorgerufen werden. Das echte Wasserzeichen entsteht durch Verdrängung („Licht“-Wasserzeichen) oder Anreicherung der Fasermasse („Schatten“-Wasserzeichen) schon in der Siebpartie der Papiermaschine mit Hilfe einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Halbechte Wasserzeichen (Molette-Wasserzeichen) werden nach dem Verlassen der Siebpartie in das immer noch nasse Papier eingeprägt. Die „unechten“ Wasserzeichen entstehen außerhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack oder durch Prägen.

  • Wegschlagen

    Eindringen von Binde- und Lösungsmittelanteilen der Druckfarbe in das Papier während der Trocknung. Pigmente und Harzanteile bleiben an der Oberfläche und bilden eine zusammenhängende Farbschicht, die später verhärtet.

  • Weichzeichnen

    Weichzeichnen (englisch blur: verwischen) ist der Oberbegriff für Bildveränderungen, die die Bildschärfe herabsetzen oder die Konturenschärfe eines Bildes verringern. Bildbearbeitungsprogramme bieten eine Fülle von Weichzeichnungsfiltern zur Auswahl an. Am bekanntesten ist der Gaußsche Weichzeichner.

  • Weißgrad

    Kennzeichnet die Intensität des Weißeindruckes von Papier.

  • Weißpunkt

    Definiert im Zusammenhang mit der Fotografie und Bildbearbeitung den hellsten neutralen Bereich eines Bildes und wird zur Einstellung der anderen Bildbereiche genutzt (Referenzpunkt). Dies bedeutet, dass dieses als hellster Punkt eines Bildes definierte Segment zur Bezugsgröße für die Helligkeit aller anderen Punkte wird und dem reinen Weiß entspricht.

  • Weiterverarbeitung

    Arbeitsgänge, die nach dem eigentlichen Druckvorgang zu dem fertigen Druckerzeugnis führen. Je nach Art des Produkts gehören dazu das Falten, Zusammenlegen und Beschneiden der bedruckten Bogen sowie das Binden und gegebenenfalls Verpacken.

  • Wellpappe

    Das Verpackungsmaterial besteht in seiner einfachsten Form aus einer gewellten Papierbahn, die mit zwei ineinander greifenden, geriffelten Walzen mit Druck und Hitze hergestellt wird, und aufgeklebten glatten Papierbahnen auf einer oder beiden Seiten. Wellpappe wurde 1871 in den USA erfunden und fand wegen seiner guten Verpackungseigenschaften (hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht) schnell weite Verbreitung.

  • Werkdruck

    Druck von Büchern und Broschüren, die im Wesentlichen Text und nur zum geringen Teil Bilder enthalten.

  • Werkdruckpapier

    Papier mit höherem Volumen zur Herstellung von Büchern. Es existieren holzfreie und holzhaltige Sorten.

  • Werkschrift (auch Brotschrift)

    Schrift für den normalen Mengensatz eines Druckerzeugnisses.

  • Wickelfalz

    Falzart, bei der jeder Bruch parallel und in gleicher Richtung erfolgt, so dass je nach Anzahl der Brüche eine Wicklung entsteht. Der Wickelfalz ist ein Parallelfalz. Zwei oder mehrere gleich breite Teile des Falzbogens werden um ein Bogenteil gefalzt. Ein Zweibruch-Wickelfalz ergibt demnach drei Blatt (sechs Seiten), ein Dreibruch-Wickelfalz vier Blatt (acht Seiten).

  • Widerdruck

    Der zweite Druckgang, bei dem die Rückseite des Druckbogens bedruckt wird, heißt Widerdruck. Den ersten Durchgang bezeichnet man als Schöndruck.

  • Workflow

    Verfahren zur Computer gestützten Organisation von Arbeitsabläufen, das darin besteht, Dokumente in geordneter Weise von einer Arbeitsstufe zur nächsten zu bewegen. Dies kann beispielsweise durch Transport der Dokumente in einem Netzwerk geschehen.

  • Workflow Management

    Steuerung des Arbeitsablaufes in Netzwerken und deren angeschlossenen Rechner und anderen Funktionsgeräte. Im weiteren Sinne alle Arbeiten, die notwendig sind, um einen grafischen Produktionsbetrieb mit seinen Computer und Netz basierten Produktionseinheiten in Gang zu halten, zu managen und zu kontrollieren.Wysiwyg (Abkürzung „What you see is what you get“)Sinngemäß übersetzt: Was man als Bildschirmdarstellung sieht, bekommt man ausgedruckt. Wysiwyg ist eine Funktionsweise von Computerprogrammen, die bei Desktop Publishing-Systemen unabdingbare Voraussetzung für die Arbeit ist.

  • Xerografie

    Die 1937 von dem amerikanischen Patentanwalt Chester F. Carlson erfundene Xerografie ist ein Druckverfahren, das ursprünglich für Kopierer entwickelt wurde, mit dem heute aber auch Laserdrucker und digitale Drucksysteme arbeiten. Die Grundlage bildet eine mit einem Fotohalbleiter beschichtete Trommel, die elektrisch aufgeladen und durch ein darauf projiziertes Motiv partiell wieder entladen wird. Dunkle Flächen behalten ihre Ladung, und dort bleibt aufgebrachtes Farbpulver (Toner) haften. Das so geformte Bild wird anschließend auf Papier übertragen und mit Wärme fixiert.

  • Zeichensatz

    Menge der Buchstaben, Ziffern und Zeichen, die ein Schrifttyp enthält oder ein Ein- oder Ausgabegerät verarbeiten kann.

  • Zeilenabstand

    Abstand von Schriftlinie zu Schriftlinie, er wird in Millimeter oder DTP-Punkt gemessen.

  • Zeitungsdruckpapier

    Stark holzhaltiges, gegebenenfalls satiniertes Papier für Rotationsdruck (Hochdruck oder Offsetdruck) mit einem Flächengewicht von in der Regel 40 bis 57 Gramm pro Quadratmeter. Als Rohstoffe enthält es vor allem Altpapier und Holzstoff, daneben Zellstoff. Diese Papierart hat eine hohe Opazität, vergilbt aber relativ schnell.

  • Zeitungsformate

    Für das Format von Tageszeitungen haben sich verschiedene Standardgrößen herausgebildet. Die wichtigsten sind: Berliner Format – 315 x 470 Millimeter, Rheinisches Format – 350 x 510 Millimeter, Nordisches Format – 400 x 570 Millimeter, Tabloid-Format – 235 x 320 Millimeter.

  • Zellstoff

    Als Rohstoff für die Papierherstellung ist Zellstoff ein Material aus Zellulosefasern, die chemisch aus pflanzlichen Rohstoffen – vor allem Holz, aber auch Einjahrespflanzen – gewonnen werden.

  • Zellulose (auch Cellulose)

    Kettenmolekül aus Traubenzuckerelementen (Polysaccharide) und als Hauptbestandteil des Pflanzenmaterials verantwortlich für seine mechanische Stabilität. Zellulose verleiht dem Papier als wichtigster Bestandteil seine Festigkeit, entweder in Form von Holz- oder Pflanzenfasern oder als Zellstoff, das aus reinen Zellulosefasern besteht.

  • Zickzack-Falz (auch Leporellofalz)

    Parallelfalz mit mehr als drei Blättern, bei dem jeder Parallelbruch in entgegengesetzter Richtung gefalzt wird wie der vorhergehende – in wechselnde Richtungen.

  • Zwischenschnitt

    Hier werden die Bogen in Teile getrennt, zusätzlich wird ein Materialstreifen herausgeschnitten. Dies ist beispielsweise bei Rand abfallenden Druckflächen oder Bildern erforderlich.